Mut zur Nische: Programmvorstellung Meakusma-Festival 2018

Das Meakusma-Festival gilt als Geheimtipp. Hier bekommt jede Nische ihre Bühne, und genau so bunt gemischt ist auch das Publikum, das sich von nah und fern jedes Jahr im September im Alten Schlachthof versammelt. Jetzt sind die ersten Namen raus.

Vakula (Pressefoto: Meakusma Festival)

Vakula (Pressefoto: Meakusma Festival)

„Da treffen wirklich Welten aufeinander und überraschender Weise funktioniert’s“, meint David Langela von Meakusma. Das Label ist bekannt für seine Affinität zu Musik abseits des Mainstream. „Manche Leute sind so offen, dass sie sich alles anschauen und so kommen sie immer wieder mit Sachen in Kontakt, mit denen sie zunächst nicht so viel anfangen können“, sagt Langela. „Die Geduld ist bei den meisten Leuten einfach da. Wenn es ihnen nicht gefällt, gehen sie zum nächsten Saal und finden da vielleicht etwas. Und wenn es da nichts gibt, gibt es auch noch genug andere Plätze auf dem Festival, wo man einfach eine gute Zeit haben kann.“

In einer Zeit, in der jeder Tag durchgetaktet ist, ist es gar nicht so einfach, sich auf unbekanntes Terrain zu begeben. Will man Geld und Zeit investieren für Musik, die einem vielleicht nichts sagt? Das erfordert Mut. Mut zur Nische, könnte man sagen. Und da ist man auf dem Meakusma-Festival genau richtig. „Es geht darum einen individuellen Ausdruck zu finden – der kann manchmal sehr zugänglich sein und manchmal auch etwas schwieriger. Das hängt vom Hörer und Performer ab“, meint Langela.

La Scie Dorée, Steven Stapleton, Christophe Heeman, Michael Ranta, Brötzmann/Leigh, Emmanuelle Parrenin oder Vakula sind nur einige Namen der fast 80 Künstler, die bei der diesjährigen Ausgabe auf dem Line-up stehen.

Beim Meakusma-Festival treffen wirklich Welten aufeinander: Stadt und Land, Szene und Mainstream, Melodie und Geräusch. Ein Festival ohne Leistungsdruck, wie eine Spielwiese, mit Mut zur Nische. „Die internationalen Gästen und Journalisten können manchmal gar nicht glauben, wie schön es hier ist. Alleine der Rythmus – alles ist ein bisschen entspannter als beispielsweise bei einem Festival in Brüssel oder Berlin. Das hilft auch den Ostbelgiern, nochmal einen neuen Blick zu bekommen auf die Schätze, die wir hier haben. Ich denke, wir haben eine ganz gute Verbindung zwischen Großstadt-Flair und ländlichem Charme gemacht.“

Los geht’s am 7. September. Von Freitag bis Sonntag breitet sich das Festival dann zwischen Altem Schlachthof, Ikob und Friedenskirche aus. Karten und Infos gibt es unter Meakusma-festival.be.

ake/mg

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