1974: Die Altlasten des Krieges einer Regelung zugeführt

1974 wird in Brüssel das Kriegsschädengesetz verabschiedet. Die Zwangssoldaten erhalten ein Statut. Es sind seit 30 Jahren heiße Eisen und politische Dauerbrenner.

Kriegsschäden

Kriegsschäden (Bild: ZVS)

Seit dem Krieg sind bestimmte Gruppen der Bevölkerung von Kriegsentschädigungen ausgeschlossen. Jetzt können rund 3.000 Akten neu eröffnet werden. Die Soldaten der Wehrmacht aus dem annektierten Gebiet erhalten ihr gefordertes Statut.

Sie haben für sich den Begriff „Zwangssoldaten“ gewählt, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. So grenzen sie sich von den wallonischen und flämischen Männern ab, die sich im besetzten Inland zur Wehrmacht oder Waffen SS gemeldet hatten.

1974 wird auch ein „Statut der Widerständler und Wehrdienstverweigerer in den annektierten Gebieten“ verabschiedet und der Zugang von Deutschsprachigen zur Königlichen Militärschule in Brüssel geregelt.

Els Herrebout