1972: Blutige Spiele in München

Die Palästinensische Befreiungsfront kapert die Olympischen Spiele. In Ostbelgien schaffen sich neue Strukturen.

Der ostbelgische Zehnkämpfer Freddy Herbrand. Er ist für die (noch) "heiteren Spiele" nominiert

Der ostbelgische Zehnkämpfer Freddy Herbrand. Er ist für die (noch) "heiteren Spiele" nominiert (Bild: Belga-Archiv)

Es sollen „heitere Spiele werden, in einer weltoffenen Bundesrepublik“. Die Geiselnahme israelischer Sportler durch ein PLO-Kommando und das polizeiliche Desaster machen dem Land einen Strich durch seine Image-Kampagne, es ist zudem durch erste Bombenanschläge der „Roten Armee Fraktion“ verunsichert.

Mit der selbstverordneten ostbelgischen Verschwiegenheit ist es auch vorbei: Gefühle von Euphorie und Furcht, von Optimismus bis hin zu politischen Anschuldigungen und Verdächtigungen kennzeichnen, beflügeln oder belasten das Klima von Kelmis bis Ouren. In sich ruht das breite Band der E-5-Autobahn, stolz und nachts taghell.

Gedenkfeier für die israelischen Sportler, die Opfer des Attentats wurden (Bild: Belga-Archiv)

Gedenkfeier für die israelischen Sportler, die Opfer des Attentats wurden (Bild: Belga-Archiv)

Frederik Schunck

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