„L’abîme“: Comic zeigt Lüttich in Endzeitstimmung

Bei einem ruhigen Spaziergang durch Lüttich nehmen Vic Boart und seine Freundin eine falsche Abzweigung und stolpern durch ein Portal in ein Paralleluniversum. Lüttich wurde darin von kosmischem Grünzeug und ziemlich befremdlichen Kreaturen eingenommen. Die Geschichte stammt aus dem Erstlingswerk des Lütticher Comic-Zeichners Jean-François Malmendier.

"L'abîme": Comic zeigt Lüttich in Endzeitstimmung

Jean-François Malmendier, Künstlername Dish, stammt aus Verviers und ist schon immer Comicfan gewesen. Sein Studium der romanischen Sprachen bricht er nach einem Jahr ab und designt seitdem vor allem Poster, Flyer und Albumcover für Undergroundbands aus der Hardcorepunk-Szene.

„L’Abîme“ (Der Abgrund) ist sein erster Comic, der im Verlag der Provinz Lüttich erschienen ist (52 Seiten, 15 Euro). Die Provinz publiziert im Rahmen des Programms „Page1“ regelmäßig Erstwerke junger Autoren aus der Region. Für „Dish“ ist damit ein Kindheitstraum in Erinnerung gegangen, wie er in der der Tageszeitung „La Libre Belgique“ erzählt.

Der Stil ist eher düster, „gothisch-fantastisch“ nennt der Autor ihn selber. Trotzdem soll auch der Humor nicht zu kurz kommen. Was auffällt: Die reale Welt und die Welt hinter dem Portal sind durch verschiedene Farben gekennzeichnet – in blau und in rosa.

Die Orte, an denen die Handlung spielt, sind bekannt: Place du Marché, die Kaimauern der Maas, etc. Um sie zu zeichnen, ist der Autor selbst dem Spaziergang des Pärchens gefolgt und hat zahlreiche Fotos gemacht, um die Orte so genau wie möglich wiederzugeben. Da sei er Perfektionist, sagt Dish.

ake/km - Cover: Provinz Lüttich

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