„Souffle précieux“: Masken-Museum in Binche stellt Mundschutzmasken aus

Ob auf der Straße, im Supermarkt oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln - die Mundschutzmasken gehören seit einigen Monaten zu unserem Leben dazu. Warum sie also nicht auch in der Kunstszene zum Thema machen? Genau das hat sich jetzt ein belgisches Museum gedacht und eine neue Ausstellung gestartet.

Die "Gilles" von Binche am 13.2.2018 (Bild: Eric Lalmand/Belga)

Bild: Eric Lalmand/Belga

Mundschutzmasken mal anders – mit Zeichnungen von Goldschmiededesign-Studenten hat das Internationale Karnevals- und Maskenmuseum von Binche in der Provinz Hennegau am 27. Juni eine neue Ausstellung gestartet.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der „Accademia delle Arti Orafe de Rome“ entstanden. In Binche stellen jetzt die Goldschmiede-Design-Studenten aus Italien ihre Zeichnungen von künstlerischen Mundmasken aus, die sie während der Corona-Krise gezeichnet haben. Sie sind die Krise also künstlerisch angegangen und haben sich so inspirieren lassen.

Das Konzept der Künstler ist, den kreativen Atem, der für das kreative Überleben einiger Menschen wesentlich ist, mit dem Atem des Lebens zu verbinden. Auch wenn im Museum sonst rituelle Masken ausgestellt werden, gehören laut dem Museum auch diese Art von Masken zu einer Art Ritual – wie man sie aufsetzt, wie sie das soziale Leben beeinflussen, wie man andere Menschen wahrnimmt.

Zusammenarbeit von Belgien und Italien

Wie die RTBF berichtet, lebt die ehemalige Leiterin des Museums von Binche inzwischen in Rom und unterrichtet an dieser Akademie – somit hat sie die Kontakte. Mit dieser Zusammenarbeit konnte sich das Museum jetzt auch etwas solidarisch zeigen mit Italien, dem Land, das sehr stark von Corona betroffen war. Die Studenten, die diese Zeichnungen gemacht haben, kommen aus allen Herren Länder. Somit sei ihre Auffassung von Masken auch unterschiedlich, erklärte die jetzige Museumsleiterin Clémence Mathieu der RTBF. Daran würde man auch sehen, dass diese Masken ein Element der Identität seien.

Die ausgestellten Masken sind aus Gold oder Silber und mit wertvollen Steinen versetzt. An diese Ausstellung ist ein internationaler Malwettbewerb geknüpft. Es geht darum, die Hygienemasken auf gezeichnete und originelle Weise neu zu interpretieren. Alle Zeichentechniken und -methoden sind erlaubt und der Wettbewerb steht allen offen. Einzige Bedingung: Man muss über 16 Jahre alt sein. Der Wettbewerb endet dann zeitgleich mit der Ausstellung am 16. August.

Alle Informationen gibt es unter museedumasque.be.

rtbf/lo

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