Ikob zeigt „Brüssel und Tel Aviv“: Irmel Kamp und die Vergänglichkeit der Architektur

Gebäude sind wie Menschen, sie werden geboren und sind dem Wandel der Zeit ausgesetzt. Irgendwann werden sie von der eigenen Vergänglichkeit eingeholt. Das Ikob lädt am Sonntag zur Vernissage einer Ausstellung ein, die gerade dieses Thema beleuchtet. Ausgangspunkt sind zwei Werkserien, die die bekannte Fotografin Irmel Kamp seit Jahrzehnten beschäftigen. Sie lädt mit ihren Schwarzweiß-Fotografien zur Gegenüberstellung des architektonischen Erbes von Tel Aviv und Brüssel ein.

"Brüssel und Tel Aviv": Irmel Kamp und die Vergänglichkeit der Architektur im Ikob (Bild: Chantal Delhez/BRF)

"Brüssel und Tel Aviv": Irmel Kamp und die Vergänglichkeit der Architektur im Ikob (Bild: Chantal Delhez/BRF)

Auf den ersten Blick ist es wie ein Eintauchen in eine andere Welt, auf den zweiten Blick kommen die Fotografien von Irmel Kamp dem Betrachter schon viel vertrauter vor. Denn es sind nicht nur Fotografien, die moderne Architektur in Tel Aviv und Brüssel dokumentieren. Es sind Bilder, die Geschichten von Menschen erzählen, die mit den Gebäuden gealtert sind und der Vergänglichkeit nicht entfliehen können. Und in ihnen steckt die Reife der Erfahrung.

In der Gegenüberstellung der beiden Serien offenbart sich ein Stück Zeitgeschichte. Die Bilder in Tel Aviv entstanden in den 1990er Jahren, geprägt von wissenschaftlichen Erwägungen, intellektuellen Hinterfragungen und Emotionen. Die Fotografien in Brüssel ergaben sich spontaner, freier.

Irmel Kamp zeigt, wie die Menschen mit der Architektur umgehen, mit ihren Wurzeln, mit ihrem Leben.

Mit „Brüssel und Tel Aviv“ zeigt das Ikob die erste museale Einzelausstellung von Irmel Kamp. Am Sonntag ist Vernissage.

Chantal Delhez

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150