Lebensbilder aus Ostbelgien: Heinz Warny legt zweiten Band vor

Ob Amtsträger oder Künstler, Unternehmer, Politiker oder Priester - in Ostbelgien haben viele Menschen ihre Spuren hinterlassen. In seinen "Lebensbildern" stellt der Herausgeber Heinz Warny sie vor. Nach dem Erfolg des ersten Bandes hat er jetzt einen zweiten Band vorgelegt.

Heinz Warny: Lebensbilder aus Ostbelgien - Band 2 (Cover: GrenzEcho-Verlag)

Cover: GrenzEcho-Verlag

Schon nach der Herausgabe des ersten Bandes war klar: Es muss noch ein zweiter folgen. So viele Persönlichkeiten gab es noch zu nennen, die in der ostbelgischen Regionalgeschichte gewirkt haben – ob in Politik, Wirtschaft oder Kultur.

Dieses Mal spannt Heinz Warny einen weiten zeitlichen Bogen – von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute. Aber auch inhaltlich gibt es eine große Bandbreite. „Das ist auch eine Eigenart von ‚Lebensbilder aus Ostbelgien‘, dass es sich sowohl um verdienstvolle Künstler handelt als auch um Politiker, Dichter, Musiker, Personen aus allen Bereichen, die es wert sind, dass man ihnen ein kleines Denkmal setzt“, sagt Warny.

Das Buch liest sich wie ein Nachschlagewerk: Es sind Kurzporträts, die auf jeweils zwei Seiten die Biographie der ostbelgischen Persönlichkeiten zusammenfassen. Nicht alle Porträtierten haben zu Lebzeiten eine große Öffentlichkeit erfahren. Viele wirkten auch im Stillen. „Beispielsweise Charles Richter aus Eupen, dessen Leben auch im sozialen Umfeld bereichert hat“, sagt Warny. „Oder auch die Familie Laurent, die in St. Vith nicht nur eine Apotheke betreibt, sondern deren Vorfahren eine wichtige Geschichte geschrieben haben.“

Es sind bekannte Namen wie der aus Afst stammende BRF-Journalist Hubert Jenniges darunter, der Priester Wim Geelen, der in Eupen gewirkt hat, oder Ernst Leonardy, Professeur aus Löwen, der als Herausgeber von wissenschaftlichen Werken gewürdigt wird. „Ich habe auch an die Verlegerfamilie Claessens gedacht: Dieser Familie haben wir das GrenzEcho zu verdanken. Sie hat etwas dafür getan, dass überhaupt eine deutschsprachige Zeitung in Eupen erscheinen konnte“, erklärt Warny.

Mehr als 80 Porträts sind zusammengekommen – Menschen aus der Eifel wie aus dem Eupener und Kelmiser Land. Heinz Warny räumt ein, dass auch in Band zwei nur wenige Frauen vertreten sind. „Das ist mir auch aufgefallen und ich habe mir die Frage gestellt, wie das möglich ist. Ich habe dann noch nach einigen gesucht, aber es gibt in der Tat nur wenige. Aber wir können natürlich den Verlauf der Geschichte nicht korrigieren.“

Vielleicht kommen weitere verdienstvolle Frauen ja in den dritten Band. Dafür hätte Heinz Warny schon einige Namen. Die Lebensbilder Ostbelgiens sind mit Band zwei noch längst nicht erschöpft.

Michaela Brück

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