Kultur erleben trotz Corona: Online ins Konzert und Museum

Für viel Kulturbegeisterte ist der Konzert- oder Theaterbesuch ebenso wie der Museumsbesuch schöne Abwechslung und Bereicherung des Alltags. Doch derzeit steht das Kulturleben still. Die Konzerthäuser, Theater und Museen sind geschlossen. Aber zahlreiche Institutionen bieten jetzt online die Möglichkeit, die Kultur nach Hause zu holen.

Der Louvre bei Nacht

Der Louvre bei Nacht (Foto: Ian Langsdon / epa)

Einer der schönsten Produktionen der Brüsseler Oper La Monnaie der vergangenen Spielzeit: Das Märchen vom Zaren Saltan von Nikolai Rimsky-Korsakov. Die Produktion wurde von der internationalen Kritik zurecht mit viel Lob bedacht und die Monnaie setzt sie nun als eine von sieben Produktionen kostenfrei auf ihrer Homepage ins Netz.

Bis zum Ende der Osternferien präsentiert La Monnaie von Mozarts „Clemenza di Tito“ über Verdis „Aida“ und Wagners „Tristan und Isolde“ bis hin zu zwei Uraufführungen die ganze Bandbreite des Repertoires in bester Qualität.

Man kann aber auch in diesen Tagen die Metropolitan Opera virtuell besuchen. Das New Yorker Haus bietet diese Woche integrale Aufzeichnungen von Wagner-Opern an und nächste Woche reicht das Angebot von Poulenc über Rossini und Verdi bis John Adams.

Auch die Berliner Philharmoniker stellen nach Zeichnung eines kostenlosen Gutscheins ihre Digital Concert Hall in den nächsten Wochen kostenfrei zur Verfügung. So holen Sie sich die Berliner Philharmoniker ins eigene Wohnzimmer, dazu Interviews und Dokumentationen.

Sehr schnell reagierte das Orchestre Philharmonique Royal de Liège auf die aktuelle Situation. Auf OPRL live können Sie die Mitschnitte zahlreicher großer Konzerte der vergangenen und aktuellen Saison in perfekter Bild- und Tonqualität sehen und hören.

Auch der größte Konzertanbieter unseres Landes Bozar in Brüssel stellt seit Mittwochabend Dokumentationen über Künstler zur freien Verfügung. Hier wird das das Angebot von Jazz mit Igor Gehenot über Weltmusik mit Seckou Keita bis zu Barockmusik mit Reinoud Van Mechelen reichen.

Und warum nicht in diesen Tagen mal ein virtueller Museumsbesuch? Ob Bozar mit der Keith-Haring-Expo in Begleitung der beiden Kuratoren der Ausstellung oder der Louvre in Paris, das Metropolitan Museum in New York ebenso wie zahlreiche deutsche Museen laden zu virtuellen Rundgängen ein, die zwar den reellen Besuch nicht ersetzen können, aber es ist in Zeiten von Coronakrise mal ein ganz anderes Museumserlebnis.

Über die Webanwendung „Google Arts&Culture“ kann man übrigens auch Onlineausstellungen von mehr als 1.200 Museen und Galerien anschauen. Auf der Startseite werden bereits Vorschläge gemacht. So erscheint zum Beispiel ein Bild von Van Gogh, das man sich durch Zoomen genauer anschauen kann. Dazu gibt es Infos zum Bild.

Kein Verzicht auf Kultur: Während der Corona-Krise virtuell ins Museum

hr/rasch

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