Die Europäische Union hat neue Sanktionen gegen knapp 1.600 Personen, Unternehmen und Organisationen im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beschlossen. Das teilte die EU-Außenbeauftragte Kallas nach einem Treffen der Außenminister in Luxemburg mit. Damit steigt die Zahl der von der EU sanktionierten Akteure auf insgesamt knapp 4.600.
Die Maßnahmen richten sich vor allem gegen die russische Rüstungsindustrie. Betroffen sind unter anderem Hersteller ballistischer Raketen sowie Unternehmen, die wichtige Bauteile für russische Drohnen und Kampfflugzeuge liefern. Die Sanktionen umfassen das Einfrieren von Vermögenswerten, ein Verbot wirtschaftlicher Unterstützung und Einreiseverbote in die EU.
Zusätzlich verhängten die Außenminister Sanktionen gegen Verantwortliche für die Organisation von Wahlen in den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine. Die EU erkennt diese Wahlen und ihre Ergebnisse nicht an.
Laut Kallas haben die bisherigen Sanktionen Russland bereits Einnahmen in Höhe von rund einer Billion Euro entzogen.
dpa/mh