Das Europaparlament fordert, Burn-out und psychosoziale Erkrankungen als Berufskrankheiten anzuerkennen. Das geht aus einem Bericht der belgischen Abgeordneten Estelle Ceulemans (PS/S&D) hervor, den das Parlament am Dienstag in Straßburg angenommen hat.
In den meisten Mitgliedstaaten, auch in Belgien, gelten solche Leiden bisher nur als arbeitsbedingt. Eine Anerkennung würde Betreuung und finanzielle Entschädigung der Arbeitnehmer verbessern.
In Belgien leiden dem Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung (LIKIV) zufolge mehr als 155.000 Arbeitnehmer an Burn-out oder Depression. Seit 2021 ist das ein Anstieg um ein Drittel.
Ceulemans verweist auf die hohen Kosten für Europas Wirtschaft. Der Bericht behandelt auch Mobbing und das Recht auf Abschalten. Er ist nicht bindend. Die Kommission will bis Jahresende Vorschläge für gute Arbeitsplätze vorlegen.
belga/vk