Die G7-Staaten wie Deutschland, Frankreich und die USA dringen angesichts der steigenden Kraftstoffpreise auf eine Nutzung von Ölnotreserven. Ab sofort und über vier Monate sollten 100 Millionen Barrel Rohöl freigegeben werden, hieß es in einem gemeinsamen Schreiben der Gruppe demokratischer Industrienationen.
Außerdem werde man in den kommenden Tagen im Rahmen der Internationalen Energieagentur (IEA) zusammenkommen, um die Möglichkeit zusätzlicher Diesel-Freigaben zu erörtern, hieß es weiter. Die grundsätzliche Entscheidung über eine Freigabe von Reserven liegt bei der IEA mit ihren 32 Mitgliedsländern.
Die Vereinigten Staaten hatten zuletzt darauf gedrängt, dass die europäischen Länder einen Teil ihrer nationalen Diesel-Reserven auf den Markt bringen, um die hohen Preise zu senken. US-Präsident Trump hatte angedeutet, dass die USA als Druckmittel den Export von Diesel verbieten könnten.
Die EU-Kommission übte scharfe Kritik an diesem Vorgehen. "Dies würde unser Vertrauen in die Vereinigten Staaten als verlässlichen Partner untergraben", sagte eine Kommissionssprecherin am Freitag in Brüssel.
belga/rop