In der EU gibt es erneut Streit um Russland- Sanktionen. Wie ein Sprecher der derzeitigen irischen Ratspräsidentschaft mitteilte, konnten sich die Mitgliedstaaten nicht darauf einigen, am Dienstag auslaufende Strafmaßnahmen gegen rund 3.000 Personen, Einrichtungen und Unternehmen wie ursprünglich geplant um zwölf Monate zu verlängern.
Vereinbart werden konnte demnach nur eine Verlängerung um sieben Tage. In der Zeit sollen weitere Gespräche über Streitfragen geführt werden.
Grund für die Querelen ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Forderung der Slowakei, die EU-Sanktionen gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow aufzuheben. Das Land droht demnach, die Verlängerung aller Strafmaßnahmen zu blockieren, wenn Usmanow nicht von der Liste genommen wird. Laut Diplomaten wurde die Slowakei dabei zuletzt auch von Frankreich unterstützt.
dpa/est