Im westafrikanischen Sahel-Staat Niger hat eine Gruppe von Soldaten gegen die Militärregierung gemeutert. Das teilte das Verteidigungsministerium in einer im Staatsfernsehen verlesenen Stellungnahme mit.
Die aufständischen Soldaten hätten zunächst ihre Kameraden innerhalb eines Stützpunkts am internationalen Flughafen der Hauptstadt Niamey festgesetzt, hieß es. Danach hätten sie weitere strategische Punkte in der Hauptstadt angegriffen. Aufgrund der raschen Reaktion der Streitkräfte sei der Aufstand jedoch eingedämmt und die Kontrolle schrittweise wiedererlangt worden.
Bereits Mitte Juni und im Januar war es in der Hauptstadt zu ähnlichen Vorfällen gekommen. Ziel war neben Regierungsgebäuden in beiden Fällen auch der Flughafen.
Der großteils in der Wüste gelegene Binnenstaat Niger ist eines der ärmsten Länder der Welt. Im Juli 2023 putschte sich das Militär an die Macht. Putschanführer General Tiani, ein enger Verbündeter Russlands, ist ohne Wahlen bis mindestens 2030 zum neuen Präsidenten erklärt worden.
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dpa/mh