Außenminister Maxime Prévot (Les Engagés) hat Freitag Niger besucht. Seit einem Militärputsch wird das westafrikanische Land von einer Junta regiert.
Viele europäische Staaten haben ihre Beziehungen zu Niger deshalb weitgehend abgebrochen. Prévot betonte jedoch, Europa müsse in der Sahelregion präsent bleiben. Die Region sei für die Sicherheit Europas zu wichtig. Gleichzeitig kritisierte er die derzeitige Regierung in Niger und wies Vorwürfe zurück, Europa unterstütze terroristische Gruppen.
Prévot kündigte zudem an, die belgische Entwicklungshilfe um 25 Prozent zu kürzen. Die humanitäre Hilfe soll davon ausgenommen bleiben.
Wenige Stunden nach der Abreise der belgischen Delegation wurden in Nigers Hauptstadt Niamey erneut Schüsse gemeldet. Lokale Medien berichten von schweren Waffen im Umfeld des Flughafens. Die Armee soll in höchster Alarmbereitschaft sein. Auch Samstagfrüh waren Schüsse zu hören.
belga/jp