Unter dem Eindruck des russischen Angriffskrieges begeht die Ukraine Montag den 35. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Viele internationale Gäste werden in Kiew erwartet, unter anderem der britische Premierminister Andy Burnham und EU-Ratspräsident António Costa.
Schon am Sonntag begrüßte Präsident Wolodymyr Selenskyj mehrere Staats- und Regierungschefs, die an Feierlichkeiten teilnehmen. Die Ukraine erlangte ihre Unabhängigkeit am 24. August 1991 von der Sowjetunion.
EU will Druck auf Russland erhöhen
Die EU hat der von Russland angegriffenen Ukraine zum Nationalfeiertag fortgesetzte Hilfe zugesichert. Ratspräsident Costa sagte, man werde die Ukraine weiter so lange und so umfassend wie nötig unterstützen. Bereits in den vergangenen viereinhalb Kriegsjahren habe man mehr als 220 Milliarden Euro mobilisiert.
Zudem drohte Costa dem russischen Präsidenten Putin mit neuen Sanktionen gegen dessen Land. "Wir werden den Druck erhöhen, bis Russland das Töten beendet, ernsthaften Friedenswillen zeigt und an den Verhandlungstisch kommt", sagte der frühere portugiesische Regierungschef. In diesem Sommer sehe man deutlicher als je zuvor, dass der Krieg Russlands Ressourcen aufzehre. Die bereits verhängten beispiellosen EU-Sanktionen zeigten Wirkung.
dpa/est