Der Fußballweltverband FIFA gibt seine Investorenpläne auf. Das gab FIFA-Präsident Gianni Infantino in einer Stellungnahme bekannt. Zuvor hatten mehrere Kontinentalverbände deutlichen Widerstand gegen das Vorhaben geäußert.
Der europäische Fußballverband UEFA hatte damit gedroht, nicht an FIFA-Wettbewerben teilzunehmen, sollte der Plan umgesetzt werden. "Nachdem wir uns alle Standpunkte aufmerksam angehört haben, ist deutlich geworden, dass das Projekt zu Spaltungen geführt hat, die unabhängig vom Ausmaß der Unterstützung nicht mehr im Interesse des ursprünglich angestrebten Ziels liegen", so Infantino.
Die Pläne der FIFA hatten vorgesehen, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einzuspielen. Für die Umsetzung wollte die FIFA ein Tochterunternehmen gründen.
Infantino schreibt, das Ziel der FIFA sei es, stets zu vereinen und zu verbessern. "Daher wird dieser Vorschlag nicht weiterverfolgt", so der Schweizer.
Kommentar: Ein Eigentor mit Ankündigung - Infantino testet die Grenzen der FIFA-Demokratie
dpa/moko