Die Einführung des digitalen Euro rückt ein Stück näher. Die EU-Abgeordneten sprachen sich in Straßburg klar für die elektronische Form der Gemeinschaftswährung aus. 416 stimmten dafür, 169 dagegen, 22 enthielten sich.
Jetzt können die Verhandlungen für einen Rechtsrahmen zur elektronischen Version des Euros von Parlament und EU-Staaten starten. Das ist für Mitte des Monats geplant.
Der digitale Euro soll das Euro-Bargeld ergänzen, aber nicht ersetzen. Bisher dominieren vor allem US-Anbieter wie Paypal, Mastercard und Visa den Markt für digitale Zahlungen in Europa. Mit dem digitalen Euro wollen die Euro-Notenbanken ihnen ein europäisches Angebot entgegensetzen.
Das Zahlungsmittel soll sowohl online als auch offline genutzt werden können und Datenschutz gewährleisten. Grundlegende Dienstleistungen - wie die Kontoeröffnung und die Verwaltung von Guthaben - sollen kostenlos sein.
Die Euro-Notenbanken tüfteln seit Jahren an einer digitalen Variante der europäischen Gemeinschaftswährung, und peilen eine Einführung der Alternative zum Bargeld 2029 an, für 2027 ist der Start eines Pilotprojekts vorgesehen. Dafür muss allerdings der Rechtsrahmen stehen.
dpa/est