Mehrere Abgeordnete des Europäischen Parlaments fordern Fußballverbände in den EU-Staaten dazu auf, sich für eine Untersuchung gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino einzusetzen. Die Fifa solle aufklären, ob Infantino an der Entscheidung beteiligt gewesen sei, die Sperre nach der Roten Karte gegen US-Fußballer Folarin Balogun aufzuheben - und ob Druck der US-Regierung dabei eine Rolle gespielt habe.
Das steht in einem Brief, den EU-Abgeordnete unterzeichnet haben. In dem Schreiben betonen die Parlamentarier, dass die Fußballverbände verpflichtet seien, Funktionäre zur Verantwortung zu ziehen, wenn es Beweise gebe, dass diese die Regel politischer Neutralität brächen. Der Entscheidungsprozess zur Aufhebung der Sperre gegen den US-Stürmer müsse überprüft werden.
Balogun war beim 2:0-Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit Rot vom Platz geflogen und damit für die Achtelfinal-Partie gegen Belgien gesperrt worden. Die Fifa hob die Sperre nach einem Anruf von US-Präsident Trump bei Infantino aber überraschend auf.
dpa/sh