Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara sind in der Türkei mehrere Journalisten, Wissenschaftler und Mitglieder linker Gruppierungen festgenommen worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldet 39 Festnahmen.
Laut türkischen Medien und Gewerkschaften kam es in mehreren Landesteilen zu Hausdurchsuchungen. Der türkische Journalistenverband und der Verband progressiver Anwälte bezeichneten die Festnahmen als Verstoß gegen die Pressefreiheit und nannten die Razzien einen Versuch, oppositionelle Stimmen im Vorfeld des Nato-Treffens einzuschüchtern.
Laut den Behörden handelte es sich bei den Einsätzen um Maßnahmen im Kampf gegen den Terrorismus. Die Türkei richtet am Dienstag und Mittwoch das Gipfeltreffen des Militärbündnisses Nato aus. Bereits in der vergangenen Woche hatte es Festnahmen gegeben.
dpa/moko