Angesichts schwerer Menschenrechtsverletzungen im sudanesischen Bürgerkrieg fordert Amnesty International eine internationale Schutztruppe. Die Menschenrechtsorganisation hat am Mittwoch in Nairobi ihren Bericht zu Massakern, Folter und sexueller Gewalt durch Kämpfer der Miliz RSF vorgestellt.
Staaten weltweit sollten Völkerrechtsverbrechen im Sudan nach dem Weltstrafprinzip ahnden, das vorsieht, dass Täter auch in Staaten strafrechtlich verfolgt werden können, ohne dass sie dort begangen wurden.
Aufgrund von Zeugenaussagen und der Auswertung von Videos in sozialen Medien konnten drei Kommandeure der RSF-Miliz namentlich identifiziert werden. Der Bericht zu den Vorgängen in Nord-Darfur beruht auf Aussagen von Überlebenden, Ärzten und Helfern.
dpa/sh