Ein diplomatischer Vorstoß von EU-Ratspräsident Costa sorgt für Kritik. Costa hatte die Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Gipfel in Brüssel darüber informiert, dass sein Kabinett Kontakte zum Kreml geknüpft habe. Damit wolle er mögliche künftige Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine vorbereiten, bei denn die EU mit am Tisch sitzen will.
Offene Kritik gab es beim EU-Gipfel nicht. Nach Medienberichten äußerten jedoch mehrere Regierungen intern ihren Unmut. In deutschen Regierungskreisen war von einem Affront die Rede. Bundeskanzler Merz soll betont haben, Costa vertrete die EU, sei aber kein Vermittler. Auch Frankreich sieht die führende Rolle bei diplomatischen Bemühungen weiterhin bei Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
belga/vk