Die EU verlängert ihre Wirtschafts-Sanktionen gegen Russland - erstmals nicht um sechs, sondern um zwölf Monate. Das haben die EU-Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfel in Brüssel entschieden.
Es war das erste Treffen seit der Abwahl des ungarischen Premiers Orban, der langjährige Sanktionen immer blockiert hatte. Die Sanktionen umfassen vor allem Beschränkungen im Handel, im Finanzwesen und im Energiesektor sowie in der Industrie und bei Luxusgütern.
Darüber hinaus besteht etwa ein Verbot der Einfuhr von russischem Rohöl auf dem Seeweg und es wurden etliche russische Banken vom Finanzkommunikationssystem Swift abgekoppelt.
Das Gipfeltreffen in Brüssel wird Freitag fortgesetzt. Weitere Themen sind die Handelsbeziehungen mit China und der künftige EU-Haushalt.
Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine
Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind nach Angaben der Behörden zwei Menschen getötet worden, darunter ein achtjähriges Kind. In der Region Dnipropetrowsk wurden mehrere Bezirke mit Artillerie und Drohnen beschossen.
Besonders betroffen war die Stadt Pawlograd. Dort kam ein achtjähriges Mädchen ums Leben, eine 49-jährige Frau wurde verletzt.
Auch im Nordosten des Landes gab es Luftangriffe. In der Region Charkiw wurden zehn Menschen verletzt, darunter vier Kinder.
dpa/jp