Der Protesttag am Brenner ist zu einem eindringlichen Signal gegen die Verkehrsflut beim Alpen-Transit geworden. Rund 5.000 Demonstranten machten auf der Brenner-Autobahn ihren Unmut über Lärm, Abgase und Belastungen im täglichen Leben deutlich.
"So kann es einfach nicht mehr weitergehen. Wir kollabieren mittlerweile unter den extremen Abgasen", sagte der Initiator des Protests, der Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner.
Zu den Forderungen der Demonstranten zählt ein erweiterter Lärmschutz und die Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene.
Fast elf Millionen Autos und rund 2,5 Millionen Lastwagen haben 2025 die mautpflichtige Autobahn benutzt. Damit ist die Strecke die verkehrsreichste Nord-Süd-Verbindung der Alpen.
Auf der österreichischen Seite des Brenner-Passes gibt es bis 19 Uhr für Autos und Motorräder kein Durchkommen. Auf italienischer Seite gilt die Sperre bis 20 Uhr.
Um ein Verkehrschaos auf der vielbefahrenen Alpenstrecke zu verhindern, hatten Behörden im Vorfeld dazu aufgerufen, das österreichische Bundesland Tirol großräumig zu umfahren.
dpa/sh