Die Vertretungen der Europäischen Union in der Ukraine haben erklärt, sie wollten sich von russischen Drohungen mit Angriffen auf die Hauptstadt Kiew nicht einschüchtern lassen. Die EU wies Aufforderungen des Kreml zurück, ihr diplomatisches Personal abzuziehen.
Russland wolle mit seinen Warnungen nur Panik verbreiten und die Ukraine isolieren. Am Pfingstwochenende hatte es schwere russische Luftangriffe auf Kiew gegeben. Die Regierung in Moskau kündigte weitere Angriffe an und rief Ausländer und Diplomaten auf, Kiew so schnell wie möglich zu verlassen.
Putin will mit Schuldenerlass neue Soldaten anwerben
Der Kreml will mit neuen finanziellen Anreizen neue Kämpfer für seinen Krieg in der Ukraine anwerben. Präsident Putin unterzeichnete ein entsprechendes Dekret.
Die Regelung gilt demnach für Rekruten, die sich ab dem 1. Mai für mindestens ein Jahr zum Kriegsdienst in der Ukraine verpflichtet haben. Sie werden von Zahlungsverpflichtungen bis zehn Millionen Rubel (umgerechnet knapp 120.000 Euro) befreit.
Russland hat etwa 700.000 Soldaten im Kriegsgebiet stationiert. Allerdings sind die Verluste hoch.
dpa/jp