Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben mehrheitlich für verschärfte Zollregeln bei der Einfuhr von Stahl gestimmt. Das gilt als zusätzliche Schutzmaßnahme vor Konkurrenz aus Ländern wie China.
Laut der Entscheidung soll deutlich weniger Stahl zollfrei in die Europäische Union eingeführt werden dürfen. Auf Importe, die darüber hinausgehen, soll ein höherer Zoll als bisher erhoben werden. Die Neuregelung war zuvor mit den EU-Mitgliedstaaten ausgehandelt worden, nun folgte mit der Abstimmung die formale Annahme des Kompromisses.
Besonders Stahl, der zu günstigen Preisen aus China, Indien und der Türkei angekauft wird, macht den europäischen Herstellern zu schaffen.
Die neue Regelung soll ebenfalls Arbeitsplätze in der Stahlindustrie sichern. Die jetzigen Regelungen laufen am 30. Juni aus. Nach den neuen Vorgaben wird die zollfreie Einfuhrmenge auf jährlich 18,3 Millionen Tonnen begrenzt.
dpa/moko