Bulgarien hat den 70. Eurovision Song Contest gewonnen. Die Sängerin Dara bekam die meisten Punkte für ihr Lied "Bangaranga". Israel kam auf den zweiten Platz, mit dem Lied "Michelle". Danach folgten Rumänien, Australien und Italien.
Belgien landete mit der Sängerin Essyla auf dem 21. Platz, Deutschland auf Platz 23.
Kurz vor Beginn der Final-Show des ESC waren in der Nähe der Veranstaltungshalle in Wien 14 propalästinensische Aktivisten festgenommen worden. Die Aktivisten hatten mit Sprechchören und Plakaten auf den Stufen gegen die Teilnahme von Israel demonstriert. Sei wurden festgenommen, weil die Kundgebung nicht genehmigt war und sie gegen das Vermummungsverbot verstießen.
Wenige Stunden davor hatten mehrere Tausend Menschen friedlich gegen die Teilnahme Israels an dem internationalen Musikwettbewerb demonstriert. Diese Kundgebung verlief nach Angaben der Polizei ohne Festnahmen oder größere Zwischenfälle.
VRT denkt über Verzicht in 2027 nach
Im nächsten Jahr wird die VRT vielleicht keinen Kandidaten für den ESC in den Wettbewerb schicken. Grund sind die Unstimmigkeiten über die Teilnahme von Israel.
Die VRT verlangt vom ESC-Organisator, der EBU, eine deutliche Stellungnahme gegen Krieg und Gewalt und für den Respekt von Menschenrechten und zudem eine Debatte mit den Mitgliedsländern über die Teilnahme von Israel. Wenn es nicht dazu kommt, will die VRT auf eine Teilnahme am ESC verzichten, erklärte VRT-Sprecherin Yasmine Van der Borght.
Aus Protest gegen den Auftritt von Israel hatten schon in diesem Jahr mehrere Länder nicht an dem internationalen Wettbewerb teilgenommen, darunter Spanien und die Niederlande.
dpa/est