Die Außenminister der EU-Staaten haben weitere Sanktionen gegen Verantwortliche für Russlands Programm zur Deportation und Zwangsadoption ukrainischer Kinder beschlossen. Betroffen sind 16 Personen sowie sieben Einrichtungen und Organisationen.
Die Sanktionsbeschlüsse haben unter anderem zur Folge, dass in der EU Vermögenswerte eingefroren werden müssen. Für Personen gilt zusätzlich ein EU-Einreiseverbot und Durchreiseverbot.
Mit den neuen Sanktionen will die EU das klare Zeichen setzen, dass sie entschlossen ist, Russland für seine grausamen Taten zur Rechenschaft zu ziehen.
Seit Beginn der großangelegten Invasion Russlands in die Ukraine im Februar 2022 wurden nach Angaben der EU-Kommission schätzungsweise 20.000 ukrainische Kinder nach Russland oder in besetzte Gebiete verschleppt. Trotz internationaler Bemühungen konnten nach Angaben ukrainischer Behörden bislang nur etwa 2.100 Kinder zurückgebracht werden.
dpa/mh