Die britische Marine hat russische Sabotageversuche gegen europäische Unterwasserkabel und -pipelines vereitelt. Das erklärte der britische Verteidigungsminister John Healey am Freitag auf einer Pressekonferenz.
Die Briten hatten gemeinsam mit den Norwegern über einen Monat lang drei russische U-Boote verfolgt. Konkret setzen die Russen ein Angriffs-U-Boot sowie zwei Forschungs-U-Boote ein. Sie seien speziell entwickelt worden, in Friedenszeiten die Unterwasserinfrastruktur zu erkunden und sie im Konfliktfall zu sabotieren, sagte Healey.
Die U-Boote seien nicht in die britischen Hoheitsgewässer eingedrungen, befanden sich jedoch in der Ausschließlichen Wirtschaftszone, das heißt innerhalb einer Zone von 200 Seemeilen vor der Küste eines Staates.
Die U-Boote sollen das Gebiet inzwischen verlassen haben. Es liegen keine Berichte über Schäden an der Unterwasserinfrastruktur vor.
Russland weist die Vorwürfe zurück.
vrt/vk