Die EU-Spitzen haben positiv auf die Ankündigung einer zweiwöchigen Feuerpause zwischen dem Iran und den USA reagiert.
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen schrieb in den Sozialen Medien, sie begrüße den Waffenstillstand, er sorge für die dringend benötigte Deeskalation. Von der Leyen dankte Pakistan für die Vermittlung. Nun sei es entscheidend, dass die Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung des Konflikts fortgesetzt würden.
Ähnlich äußerte sich EU-Ratspräsident António Costa. Er forderte alle Parteien auf, die Bedingungen für den Waffenstillstand einzuhalten. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte, der Waffenstillstand sei nach wochenlanger Eskalation ein Schritt weg vom Abgrund.
Auch China und Australien haben die Einigung auf eine Feuerpause begrüßt. Mehrere arabische Staaten reagierten ebenfalls positiv. Sie dringen aber auf weitere Diplomatie. Es müsse Lösungen für die Wurzel der Krise geben, erklärte das Außenministerium des Golfstaats Oman.
US-Vizepräsident Vance bezeichnete Waffenruhe als "fragil". Sollte Teheran den Verhandlungsprozess nicht aufrichtig führen, werde Präsident Trump "nicht mit sich spaßen" lassen, sagte Vance bei der Veranstaltung eines Politik-Instituts in Budapest.
Golfstaaten melden Beschuss aus dem Iran
Trotz der Waffenruhe haben die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate Beschuss aus dem Iran gemeldet. Man sei seit dem Mittwochmorgen mit einer Welle iranischer Angriffe konfrontiert, teilte die kuwaitische Armee mit und habe 28 iranische Drohnen abgefangen.
Einige der Drohnen hätten auf Ölanlagen und Kraftwerke im Süden des Landes gezielt und Sachschaden an der Infrastruktur und Entsalzungsanlagen verursacht. Das Verteidigungsministerium der Emirate teilte mit, die Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran im Einsatz.
Im iranischen Staatsfernsehen wurden die Angriffe bestätigt. Sie erfolgten als Reaktion auf Bombardierungen iranischer Ölanlagen am Persischen Golf kurz zuvor, hieß es in einer Nachrichtensendung.
dpa/est/mh