Eine aus dem Iran abgefeuerte Rakete ist nach Angaben der Türkei erneut von einem Nato-Abwehrsystem im türkischen Luftraum abgefangen worden.
Einige Trümmer seien auf freies Gelände in Gaziantep im Süden nahe der Grenze zu Syrien gefallen, teilte das Verteidigungsministerium auf der Plattform X mit. Demnach gab es keine Toten oder Verletzten.
Bereits in der vergangenen Woche hatte ein Nato-Abwehrsystem in der türkischen Grenzregion zum Iran eine ballistische Rakete abgefangen. Ein Teil der Abwehrrakete fiel in der Provinz Hatay auf eine freie Fläche. Es gab keine Verletzten. Unklar ist, welches Ziel die iranische Rakete hatte.
Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf US-Militärkreise, das Geschoss hätte den Nato-Luftwaffenstützpunkt Incirlik treffen sollen. Der Nato-Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der südtürkischen Provinz Adana gilt als wichtiges Militär-Drehkreuz in der Region. Nach US-Angaben sind dort rund 1.500 Militärangehörige stationiert.
Iran greift weiter Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an
Die iranischen Angriffe in den Golfstaaten gehen mehr als eine Woche nach Kriegsbeginn weiter. Katars Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe mehrere Raketen abgefangen. In Katar befindet sich unter anderem eine wichtige US-Militärbasis.
Die Vereinigten Arabischen Emirate teilten mit, ihre Luftabwehr habe zwölf weitere Raketen abgefangen, drei seien zudem im Wasser niedergegangen. Außerdem seien von insgesamt 18 Drohnen alle bis auf eine abgefangen worden.
Die Emirate sind bisher besonders stark unter Beschuss. Dort wurden bisher vier Menschen bei Angriffen getötet, mehr als 110 wurden verletzt.
dpa/rop