In Brüssel sind am Donnerstag die Verteidigungsminister der Nato-Staaten zu ihrem ersten Treffen in diesem Jahr zusammengekommen. Dabei wurden versöhnliche Töne angeschlagen - auch von den USA.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte sprach von einem Umdenken. Die Europäer hätten eingesehen, dass sie mehr für ihre eigene Sicherheit tun müssten. Und es sei klar, dass es auf Dauer eine starke US-Militärpräsenz in Europa geben werde.
Diese werde aber anders sein als bisher, weil sich die Europäer nun immer stärker selbst engagieren würden. "Wir werden weiterhin die erweiterte nukleare US-Abschreckung gewährleisten", sagte der in Vertretung für US-Verteidigungsminister Pete Hegseth nach Brüssel gereiste Staatssekretär Elbridge Colby in einer Rede im Nordatlantikrat.
Zudem wurde der von Nato-Oberbefehlshaber Alexus G. Grynkewich eingeleitete Arktis-Einsatz als Zeichen der Entspannung im Grönland-Konflikt gewertet. In diesem hatte US-Präsident Donald Trump zeitweise mit Strafzolldrohungen einen Verkauf der riesigen Arktisinsel an sein Land erzwingen wollen und behauptet, sonst könnten sich Russland oder China die zu Dänemark gehörende Insel einverleiben.
dpa/moko