Nach Rückrufen von Babynahrung im Zusammenhang mit dem Giftstoff Cereulid hat sich die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eingeschaltet. Die EU-Kommission bat die Behörde mit Sitz im italienischen Parma um eine Einschätzung, wie gefährlich Cereulid für Säuglinge ist. Ziel ist es, Richtwerte festzulegen, ab wann belastete Produkte vorsorglich aus dem Handel genommen werden sollten.
Vergangene Woche war bekanntgeworden, dass der Lebensmittelhersteller Danone mehrere Chargen seiner Babynahrung der Marke "Aptamil" zurückruft. Wie das Unternehmen mitteilte, könnte darin Cereulid enthalten sein. Auch der Nahrungsmittelkonzern Nestlé rief deswegen schon mehrere Säuglingsnahrungsprodukte vorsorglich zurück.
Cereulid ist laut EFSA ein von Bakterien gebildetes Gift, das 30 Minuten bis sechs Stunden nach der Einnahme plötzliche Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen verursachen kann. Magen-Darm-Erkrankungen können bei Säuglingen schnell zu Komplikationen führen.
dpa/rop