US-Präsident Trump hat seinen umstrittenen "Friedensrat" ins Leben gerufen. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos unterzeichnete Trump das Gründungsdokument.
An der ersten Sitzung nehmen rund ein Dutzend Staats- und Regierungschefs teil. Verschiedene europäische Staaten haben eine Teilnahme in Trumps Friedensrat abgelehnt. Kritiker sehen darin eine unverhohlene Konkurrenz für die Vereinten Nationen. Nach Trumps Willen soll der Rat den Friedensplan im Gazastreifen begleiten, aber auch andere Konflikte in der Welt befrieden.
Staaten können sich einen unbefristeten Sitz sichern, wenn sie innerhalb eines Jahres eine Milliarde US-Dollar zum Etat beisteuern. Auch Russland hat Trump eingeladen, dem "Friedensrat" beizutreten. Der Kreml macht seine Entscheidung davon abhängig, ob er dafür sein in den USA eingefrorenes Vermögen nutzen darf.
Weißes Haus verwechselt Belgien und Belarus
Das Weiße Haus hat am Donnerstag die Liste der Länder vorgelegt, die sich an dem Friedensrat beteiligen wollen. In einer ersten Fassung war auch Belgien in der Liste vertreten.
Das war aber ein Versehen, wie Außenminister Maxime Prévot bekräftigte. Belgien habe das Dokument nicht unterzeichnet. Die Föderalregierung sei für eine gemeinsame und koordinierte Haltung der EU-Länder. Wie viele Partner habe Belgien Vorbehalte gegen das Projekt.
Aus Regierungskreisen verlautete, die Amerikaner hätten offenbar Belgien mit Belarus verwechselt.
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