Italien will im Verfahren zum verheerenden Brand in Crans-Montana als Zivilpartei auftreten. Das hat Justizminister Carlo Nordio angekündigt. Die italienische Regierung sprach sich auch dafür aus, dass die Europäische Kommission ebenfalls diesen Schritt geht.
Man wolle weiteren europäischen Staaten, aus denen ebenfalls Opfer des Brandes stammen, eine Zusammenarbeit vorschlagen, sagte ein Vertrauter von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Auf diese Weise solle die Schweizer Justiz unterstützt werden, fügte er hinzu.
Sechs der 40 Menschen, die bei dem Feuer ums Leben kamen, stammen aus Italien. Auch eine Belgierin starb. 116 weitere Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Etwa 80 liegen noch im Krankenhaus. Der Brand war in der Neujahrsnacht in einem Lokal des Wintersportortes in dem Ort im Schweizer Kanton Wallis ausgebrochen.
Inzwischen hat der Kanton Wallis beschlossen, an insgesamt 156 Opfer beziehungsweise deren Familien eine finanzielle Soforthilfe von jeweils 10.000 Franken (rund 10.700 Euro) zu zahlen.
belga/moko