Nach dem tödlichen Brand in Crans-Montana sehen die Ermittler einen Anfangsverdacht gegen die Barbetreiber.
Deshalb wurden jetzt strafrechtliche Ermittlungen gegen das französische Ehepaar aufgenommen. Die Polizei im Kanton Wallis teilte mit, es gehe um fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst.
Bei dem Brand in der Silvesternacht war nach ersten Ermittlungen Schaumstoff an der Decke durch funkensprühende Partyfontänen in Brand geraten. Er hatte sich innerhalb kürzester Zeit im ganzen Raum ausgebreitet. Neben den 40 Todesopfern wurden 119 Menschen größtenteils schwer verletzt.
Brandschutzexperten hatten bereits Freitag in Frage gestellt, ob die Bar genügend Notausgänge hatte und ob das Material, das unter der Decke wahrscheinlich zur Schalldämpfung installiert war, gesetzeskonform war.
Von dem verheerenden Brand in den Schweizer Alpen sind nach neuesten Informationen insgesamt drei Belgier betroffen. Das hat Außenminister Maxime Prévot am Samstagvormittag bekanntgegeben. Bei der dritten Person handelt es sich um einen Belgier, der sowohl die Schweizer als auch die belgische Nationalität besitzt. Er gehört zu den insgesamt sieben Schwerverletzten, die Belgien aufnimmt und kam Samstagmorgen zusammen mit einem anderen Patienten an. Die Maschine mit den fünf ersten Brandopfern war bereits Freitag gelandet.
Die beiden anderen Betroffenen sind zwei junge Frauen aus Wallonisch-Brabant. Eine wurde bei dem Feuer zwar verletzt, konnte inzwischen aber das Krankenhaus verlassen. Die andere gilt weiter als vermisst.
Crans-Montana: Eine Belgierin unter den Verletzten, eine Belgierin vermisst
belga/dpa/mh/sh