Der ukrainische Präsident Selenskyj will bei seinem Treffen mit US-Präsident Trump über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges verhandeln. Vertreter Russlands sind nicht dabei. Eine Einigung wird deshalb nicht erwartet.
Selenskyj will Trump erneut klarmachen, dass für die Ukraine eine Kapitulation und ein Diktatfrieden nicht infrage kommen. Selenskyj hatte auch Gebietsabtretungen stets kategorisch abgelehnt.
Es gebe aber Kompromissvorschläge, sagte Selenskyj. Kernthema seien vor allem die Sicherheitsgarantien für die Ukraine.
Treffen in Mar-a-Lago
Das Weiße Haus kündigte das bilaterale Treffen in Palm Beach im Bundesstaat Florida für 13 Uhr Ortszeit (19 Uhr MEZ) an. Trump hält sich derzeit in seiner luxuriösen Residenz Mar-a-Lago auf.
In dem Privatclub hatte er in der Vergangenheit immer wieder hochrangige Politiker empfangen. Laut einem Bericht des öffentlich-rechtlichen ukrainischen Senders Suspilne traf Selenskyj am Samstagabend (Ortszeit) in den USA ein.
Verbündete sichern Selenskyj Unterstützung zu
Der ukrainische Präsident Selenskyj hat sich vor seinem Treffen mit US-Präsident Trump mit zahlreichen westlichen Verbündeten abgestimmt. Nach Angaben der EU und der Regierungen in Berlin und Paris sicherten elf Staats- und Regierungschefs aus Europa und Kanada sowie die Spitzen von Nato und EU der Ukraine ihre volle Unterstützung zu.
Vor seinem Besuch bei Trump traf Selenskyj Samstagmittag (Ortszeit) den kanadischen Premierminister Mark Carney. Dieser kündigte nach dem Treffen im kanadischen Halifax an der Atlantik-Küste zusätzliche Unterstützung für Kiew an, darunter Kreditgarantien für den Wiederaufbau der Ukraine.
Selenskyj schrieb auf Telegram, er wolle das Gespräch mit den Verbündeten am Sonntag nach dem Treffen mit Präsident Trump fortsetzen.
dpa/mh/vk/est