Trotz der Rückkehr von Beobachtern der Internationalen Atomenergiebehörde in den Iran ist die Zusammenarbeit zwischen der Islamischen Republik und der Behörde noch nicht vollständig wiederhergestellt. Das sagte Irans Außenminister Abbas Araghchi. Es sei noch kein Dokument abgesegnet worden, das die künftige Zusammenarbeit regele.
Sein Land wirft der Internationalen Atomenergiebehörde vor, die Angriffe der israelischen und der US-Luftwaffe auf iranische Atomanlagen im Juni nicht verurteilt zu haben. Der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde, der Argentinier Rafael Grossi, hatte mitgeteilt, dass Mitarbeiter seiner Behörde im Iran eingetroffen seien.
Atomgespräche in Genf enden ohne Durchbruch
Unterdessen sind in Genf die Atomgespräche zwischen Regierungsvertretern aus dem Iran, Großbritannien, Deutschland und Frankreich am Dienstag ohne Durchbruch zu Ende gegangen. Damit droht eine Eskalation im Streit um das iranische Atomprogramm.
Konkret drohen die Europäer dem Iran mit der Wiedereinführung alter UN-Sanktionen, sollte bis Ende August keine Lösung gefunden werden. Der Westen verdächtigt die Führung in Teheran, Atomwaffen bauen zu wollen.
belga/dpa/moko/jp