Zwischen der Europäischen Union und den USA gibt es neue Gespräche zur Verhinderung eines Handelskrieges. Nach Angaben der EU-Kommission hat sich EU-Kommissar Maros Sefcovic auf den Weg nach Washington gemacht. Dort soll er Vertreter der US-Regierung treffen - US-Handelsminister Howard Lutnick und den US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer.
Ein Kommissionssprecher sagte in Brüssel, aus Sicht der EU müsse es das gemeinsame Ziel sein, schädliche Zölle zu vermeiden. Stattdessen sollte es darum gehen, die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und den USA weiter auszubauen.
Die EU hatte am vergangenen Donnerstag mitgeteilt, die geplante Wiedereinführung von Vergeltungszöllen auf US-Waren im Milliardenwert um zwei Wochen auf Mitte April zu verschieben. Die Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump in Kraft gesetzten amerikanischen Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte soll demnach statt Anfang erst Mitte April erfolgen. Der Schritt solle es ermöglichen, zusätzlichen Raum für Gespräche mit der US-Regierung zu schaffen, hieß es.
Trump hatte der EU davor mit Zöllen von 200 Prozent auf Wein, Champagner und andere alkoholische Getränke aus Frankreich und anderen EU-Staaten gedroht. Die USA würden diese Zölle in Kürze erheben, wenn die EU nicht den geplanten Zoll auf amerikanischen Whiskey zurücknehme, warnte er. Außerdem hat Trump angekündigt, auf Autos und andere Waren aus der EU neue Zölle verhängen zu wollen. Damit will er die USA als Produktionsstandort stärken und Handelsdefizite abbauen.
dpa/est