1. Nawalny hat in den Jahren 2010 bzw. 2019 am World-Fellowship-Programm der US-Eliteuniversität Yale teilgenommen. In diesem Programm wurden die führenden Persönlichkeiten der vom "Westen" unterstützten „Farbrevolutionen“ in der ehemaligen Sowjetunion ausgebildet, u. a. die Führer der Orangenen Revolution (2004) und der „Maidan-Bewegung“ (2013-2014) in der Ukraine.

    In einer Umfrage des Lewada-Zentrums sahen nur zwei Prozent der Bevölkerung ihn als vertrauenswürdigen Politiker. Der ist keine populäre Führungsfigur in Russland. Er hat Menschen aus dem Kaukasus als „Kakerlaken“ beschimpft. Verglichen mit der deutschen oder amerikanischen Politiklandschaft läge Nawalny auf einer Linie mit Donald Trump oder der AfD.

    Bei allen Protesten der Opposition gegen Putin, an deren Organisation er beteiligt war, wurden rechtsextreme Kräfte bewusst eingebunden.

    Zudem hat Nawalny enge Beziehungen zu Teilen der russischen Eliten und dem Staatsapparat. Zu seinen Unterstützern gehören Wladimir Aschurkow und Michail Fridman, zwei der reichsten Männer Russlands, sowie Ökonom Sergei Gurjew, ein ehemaliger Verbündeter des Ex-Präsidenten Medwedew.