Kreml beklagt Hysterie nach Mobilmachung

Nach dem Befehl von Kremlchef Wladimir Putin zur Teilmobilmachung für den Krieg in der Ukraine hat die Führung in Moskau "Hysterie" im Land beklagt.

Wladimir Putin bei der Sitzung des russischen Sicherheitsrats am Freitag (Bild: Gavriil Grigorov/AFP)

Wladimir Putin bei der Sitzung des russischen Sicherheitsrats am Freitag (Bild: Gavriil Grigorov/AFP)

Zugleich schloss sie Reservisten mit bestimmten Berufen von der Zwangsrekrutierung aus. So würden etwa IT-Spezialisten, Experten zur Sicherung des Finanzsystems oder auch Mitarbeiter der Massenmedien, die zu den „systemerhaltenden“ Berufen gehörten, nicht eingezogen. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Angesichts der Einberufung von Reservisten für den Krieg in der Ukraine verließen Tausende Männer fluchtartig das Land. Der Exodus gilt als Gefahr auch für die russische Wirtschaft. Schon nach dem von Putin angeordneten Einmarsch in die Ukraine im Februar hatten Zehntausende Menschen das Land verlassen. Für den Krieg in dem Nachbarland will Putin mindestens 300.000 Reservisten einziehen lassen.

dpa/dop

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2 Kommentare
  1. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Erinnert mich an die DDR. Da gab es vor dem Mauerfall auch große Fluchtbewertungen.

    Folgender Satz passt gut dazu :

    „Stell Dir vor, es ist Krieg und Keiner geht hin.“

  2. Yves Tychon

    Nun, Herr Scholzen, da bringen Sie wohl Ihre Klassiker durcheinander. Der passende Spruch aus DDR-Zeiten (vor dem Mauerbau) lautete vielmehr:

    « Der Letzte knipst das Licht aus »

    Im übrigen ist schon bemerkenswert, dass der Patriotismus junger Russen massiv rückläufig ist, sobald die Moskauer Führung die Jungs als Kanonenfutter in die Ukraine schicken will !

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