EU-Länder einigen sich auf schnelleren Ausbau erneuerbarer Energie

Die EU-Länder haben sich auf neue Regeln geeinigt, um sogenannte erneuerbare Energien und die Energieeffizienz schneller voranzutreiben.

Offshore-Windpark vor der belgischen Küste (Archivbild: Kurt Desplenter/Belga)

Offshore-Windpark vor der belgischen Küste (Archivbild: Kurt Desplenter/Belga)

Die für Energie zuständigen EU-Minister haben beschlossen, dass bis Ende des Jahrzehnts 40 Prozent der Energie in der EU aus erneuerbaren Quellen kommen müssen, statt wie bisher vorgesehen 32 Prozent.

Gleichzeitig soll der Endenergieverbrauch bis 2030 verbindlich um 36 Prozent reduziert werden. Um erneuerbare Energien schneller auszubauen, sollen die Projekte im überragenden öffentlichen Interesse sein, also bei Klagen vor Gericht zum Beispiel mehr Gewicht bekommen.

Zudem sollen Genehmigungsverfahren für Windparks und andere erneuerbare Vorhaben beschleunigt werden. Nun muss noch das EU-Parlament seine Position festlegen, bevor die Institutionen die finalen Verhandlungen beginnen können.

dpa/okr

Ein Kommentar
  1. Gerald Pesch

    Wenn man heute z.B. 100 TWh Energie für 2030 als Basis nimmt, so müssten bei 32% Erneuerbare dann 32 TWh aus EE produziert werden. Reduziert man den Energieverbrauch bis 2030 um 36% bleiben 64 TWh geplanter Verbrauch übrig. Davon 40% aus EE = 25,6 TWh! D.h. Die absolute Produktion aus EE soll um 6,4 TWh, oder um 20%, geringer ausfallen als aktuell geplant. Lügen mit Zahlen, geht am Besten mit %-Zahlen, das scheint die Masche der Politik zu sein. Traurig dass bei den Medien niemand mehr nachrechnen will oder kann und man nur noch zum Sprachrohr einer manipulativen Politik verkommen ist.