EU-Parlament für Verbot neuer Autos mit Verbrenner ab 2035

Im Kampf für mehr Klimaschutz will das EU-Parlament den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 verbieten.

Auspuff (Illustrationsbild: Benoit Doppagne/Belga)

Illustrationsbild: Benoit Doppagne/Belga

Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte Mittwoch in Straßburg dafür, dass Hersteller ab Mitte des nächsten Jahrzehnts nur noch Autos und Transporter auf den Markt bringen dürfen, die keine klimaschädlichen Treibhausgase ausstoßen. Bevor eine solche Regelung in Kraft treten kann, muss das Parlament noch mit den EU-Staaten darüber verhandeln.

Auf eine vorgeschlagene Reform des EU-Emissionshandels hat sich das Europaparlament hingegen nicht einigen können. Eine Mehrheit der Abgeordneten lehnte eine geplante Ausweitung des Systems auf Gebäude und Verkehr ab.

Für die Grünen und Sozialdemokraten war der Vorschlag teilweise nicht ehrgeizig genug. Das Gesetz wurde zurück an den Umweltausschuss verwiesen, um einen neuen Kompromiss zu finden.

Im Emissionshandel müssen etwa Teile der Industrie oder Stromproduzenten für den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen wie Kohlendioxid (CO2) bezahlen.

Die Abstimmungen waren zwei von mehreren in Straßburg über wichtige Teile des „Fit for 55“-Klimapakets der EU-Kommission. Es zielt darauf ab, klimaschädliche Treibhausgasemissionen bis 2030 im Vergleich zu 1990 um 55 Prozent zu senken und bis 2050 klimaneutral zu werden.

dpa/mh

33 Kommentare
  1. Guido Scholzen

    Keine Verbrenner mehr bedeutet keine vernünftige Mobilität mehr.
    Und dann diese Entscheidung ??? Oh, Herr, schmeiss Hirn vom Himmel.
    Diese EU ist wirklich nicht mehr zu retten. Vielleicht wäre ein EUROPA-EXIT angebracht: alle europäischen raus aus der EU, bloß weg von diesem öko-Sozialismus, alles… aber nicht diese grüne USSR.

    Vielleicht wird es ja auch so kommen wie mit der Kernkraft in Belgien:
    Es sollte abgeschafft werden, und im letzten Moment erkennen dann die grünen Ideologen, dass diese Technologie trotzdem gebraucht wird: Ab 2035 wird dann der Verbrenner trotzdem weiterbetrieben, weil man einsieht, dass es ohne nicht geht. Also bis jetzt gibt es hier in der Gegend wenige Grüne (keiner?), der nur mit seinem E-Auto irgendwo hinfährt. Sollen die doch mit gutem Beispiel voraus gehen – oder auch fahren, mal sehen, wie weit die kommen.

  2. Alexander Hezel

    „Keine Verbrenner mehr bedeutet keine vernünftige Mobilität mehr“. Haben Sie Zahlen und Fakten, um das zu belegen?

  3. Wahl, Joachim

    Ja, Herr Hezel, die Fakten gibt es. Sie müssten nur den Spritverbrauch für den Individualverkehr in kWh elektrischer Energie umrechnen. Dann würden Sie schnell feststellen, dass elektrisches Fahren „für alle“ derzeit nicht möglich ist. Von der nicht vorhandenen Ladeinfrastruktur haben wir noch gar nicht gesprochen. Ein 80 kWh-Akku benötigt eine Ladeleistung von 80 kW, und das eine Stunde lang. Sie haben zuhause aber nur max. 10 kW Leistung. Ergo, 8 Stunden benötigt dann Ihr Aufladen; und bei Ihrem Nachbarn, und dessen Nachbar, und, und…. Noch Fragen?

  4. Alexander Hezel

    Ach so, man muss also nur kleine Rechenspielchen anstellen, dann wird die Welt wie von Zauberhand so wie man sie sich wünscht…

    Wenn man ja „nur muss“, dann rechnen Sie mal mit konkreten Zahlen vor.

  5. Allesandro Vega

    @WAHL, JOACHIM

    Ich weiß nicht, was für eine beschnittene Leitung sie haben, allerdings ist es bei den Häusern die ich gebaut habe üblich eine 63 Ampere Leitung zu haben. Ich denke Sie beziehen sich auf den kleinen Starkstrom Stecker mit 11 kW klar braucht eine 80kw Batterie damit knapp 8 Stunden aber für den Ottonormal verbraucher ist das doch vollkommen im Rahmen, Ein Tesla Modell 3 hat in tests knapp 12 kwh Verbrauch / 100km

    Das heisst für die Pendelstrecke Bütgenbach nach Luxemburg Stadt müsste man nach ihrer Rechnung 3 Stunden Laden und wäre good to go für den nächsten Tag. Wo ist das Problem ?

    Ich sehe die einzigen Probleme im Netz, welches absolut nicht dafür Ausgelegt ist.

  6. Norbert Schleck

    Also, ich dachte immer, Ingenieure seien besonders erfinderisch und zukunftsorientiert. Das war wohl ein Irrtum. Der Herr Wahl tritt bei jedem Thema – außer der Kernenergie natürlich – mit allen vier Hufen auf die Bremse, um den französischen Ausdruck „freiner des quatre fers“ zu gebrauchen.
    Früher hätte er sicher genauso gegen die ersten Autos mit Verbrennungsmotor gewettert.

    In diesem Zusammenhang interessant:
    „Anno 1900 waren 40 Prozent aller in den USA verkauften Autos Dampfwagen, 38 Prozent E-Autos und nur 22 Prozent Benziner.“
    Auszug aus einer Fotoserie auf SPON:
    „Atomreaktor unter der Haube – Wer braucht schon Benzin oder Diesel? Voran geht es auch mit Sonne und Wind, Dampf- und sogar Atomkraft! Hier kommen die abenteuerlichsten Autoantriebe der Geschichte – darunter irre Flops und großartige Ideen.“
    Einfach googeln.

    Besonderer Blickfang: das Raketenauto (1.Foto): Mit Gasturbine durch die 30-km/h-Zone, ein Blickfang…
    Das mit dem Atomreaktor in Heck wäre sicher ganz nach dem Geschmack der Gegenpoler gewesen.
    IMHO…

  7. Gerhard Schmitz

    Zu dieser Thematik lohnt sich die Lektüre des Offenen Briefes vom 2. Juni 2022 des „Internationalen Verbands für die Erforschung nachhaltiger Antriebe und Fahrzeugtechnologie“ (IASTEC) worin 314 Fachleute sich gegen das EU-Verbot von Verbrennern aussprechen, und dafür einleuchtende Argumente vortragen.

    So lange Strom AUCH anhand fossiler Brennstoffe produziert wird, wird jeder zusätzliche Strombedarf grundsätzlich die Stromproduktion mit fossilen Brennstoffen entsprechend erhöhen. Denn die Tatsache, dass noch Kohlekraftwerke betrieben werden, bedeutet doch schlicht und ergreifend nichts anderes, dass zurzeit eben nicht ausreichend CO2-freie, sprich erneuerbare oder atomare Produktionskapazitäten vorhanden sind. Demzufolge wird dieses Verbot dazu führen, dass die Autofahrer, statt sich mit Hilfe leichter Verbrennerantriebe fortzubewegen, teure, übergewichtige und mit Kohlestrom aufgeladene Batterien durch die Gegend kutschieren.

    Es erinnert ein wenig an die Corona-Politik. Ob die Maßnahmen Sinn machen, ist zweitrangig. Hauptsache, diejenigen, die mitmachen, fühlen sich „gut“ und können diejenigen, die sich dagegen sträuben, zum Sündenbock abstempeln.

  8. Philip Vise

    Und noch ein paar Zahlen:
    In Belgien wurden im April 587Mio. L Diesel, 255Mio. L Benzin und 6,14Mio. L LPG verbraucht. Das entspricht einer Energie von ca. 7,96TWh.

    Unter Berücksichtigung der Wirkungsgrade (angenommen mit 30% im Schnitt für einen Verbrenner und 90% für das Ladegerät des E-Fahrzeugs) bräuchte man also ca. 2,65TWh/Monat zusätzlicher elektrischer Energie.

    Würde sich das Laden über 24h gleich verteilen, ergibt das 3,6GW zusätzlicher benötigter Leistung.

    Unter Berücksichtigung der Einsatzzeiten (85%) müsste Belgien also ca. 2040 ein Kernkraftwerk mit der ca. 1,4fachen Leistung von Tihange zusätzlich bauen.
    Alternativ – bei 25% Leistungsfaktor – ca. 2.470 Windkraftanlagen der 6MW Klasse (entspricht ca. 11 neuen Anlagen pro Monat) plus bisher nicht existierender Speicher für die Zeit in denen trotzdem zu wenige Anlagen drehen.

    Die Übertragungsmöglichkeiten des belg. Stromnetzes nicht berücksichtigt.

    Wie lange dauerte auch noch die simple Erneuerung der Herbesthaler Straße?

  9. Peter Mertens

    Vielleicht sollten wir wieder zu Kutschen mit Pferden zurück, halt nein, Pferdemist zuviel CO2..
    LPG, da darf man in Belgien eine Zusatzsteuer zahlen, ist immer so wenn der kleine Mann etwas sparen möchte.
    E-Auto, ich sehe schon wenn Freitags alle ihr Autos für die Wochenendfahrt an der heimischen Steckdose laden da bleibt die Küche kalt bleibt.
    Autofahren dann nur noch für reiche…

  10. Willy Hoffmann

    Ohh Hezel, Sie wollen es nicht oder können es nicht verstehen
    Wir haben absolut nicht annähernd die Netzkapazität um nur die Hälfte der Fahrzeuge in den großen Städten durch E-Karren zu ersetzen. O- Ton im Dezember 21 eines Engie Technikers. Und, wer soll sich die Kisten den leisten, auch schon mal über den Abbau der benötigen Materialien nachgedacht?? Nein, hab ich mir gedacht. Googlen Sie es mal, Sie wollen ja immer Fakten. Akkukosten, Stromkosten….Vielleicht helfen die dann gewonnen Erkenntnisse, um Ihnen eine Erhellung zu geben.

  11. Freddy Langer

    Hoffentlich hält mein guter, alter Diesel noch ein paar Jahre. Dann noch nen Verbrenner bis kurz vor 2035 zulegen und der Sache entspannt entgegen sehen.

    Merkwürdig ist allerdings schon, daß es Hersteller geben soll, die noch Entwicklungsgeld in hochmoderne Dieselmotoren stecken um die höchsten Euronormen erfüllen!

  12. Gerhard Schmitz

    Noch ein kleines Rechenbeispiel: Die 100kWh-Batterie eines Tesla ermöglicht in etwa die Reichweite, die mit 30L Benzin erzielt werden können. Die Aufladung dieser Batterie mit einer Schnellladedstation (120 kW Leistung) dauert rund 50 Min. Das Befüllen des 30L Tanks mit Benzin benötigt keine 5 Minuten.
    Nehmen wir nun eine Autobahn-Tankstelle, die derzeit über 50 Zapfpunkte verfügt, sprich pro Stunde etwa 500 Autos betanken kann. Eine ebenbürtige Ladestelle, die also 500 E-Fahrzeuge pro Stunde beladen könnte, benötigt also rund 500 Ladepunkte, die eine Netzleistung von 60 MW aufnehmen, was der Leistung von rund 10 modernen Windrädern bei günstigem Wind entspricht.

    Interessant ist dann die Frage, was im Kopf des Tesla-Fahrers vor sich geht, wenn fragliche Autobahn-Ladestelle weniger als die vermuteten 500 Ladepunkte hat und sich somit vor jedem Ladepunkt allmählich eine Schlange bilden wird, in der er sich dann an 4…5 Stelle einreihen muss, wenn’s gut geht.

  13. Norbert Schleck

    Wie uns mehrere kompetente Herren hier versichern, ist es völlig unmöglich, das von der EU gesetzte Ziel zu erreichen.

    Und wie sehen die Autohersteller das?

    – „VW bestätigt 700 Kilometer Reichweite für Elektro-Kombi Aero B“
    Die technische Entwicklung geht weiter…
    – „Noch fünf Jahre wollen die Ingolstädter [Audi] neue Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren entwickeln. In der Produktion soll 2033 endgültig Schluss sein.“
    – „Den Vorschlag der EU-Kommission zu emissionsfreien Wagen unterstützen die 27 unterzeichnenden(*)Unternehmen, zu denen unter anderem Ford, Volvo, Uber und Vattenfall gehören, ausdrücklich.“
    (*) Unterzeichner eines offenen Briefes (das scheint gerade Mode zu sein)
    -‚“Zahlreiche Autobauer haben sich bereits dazu verpflichtet, in den nächsten zehn Jahren in Europa nur noch Elektroautos zu verkaufen (darunter Ford und Volvo).“

    Also heißt das, dass diese Autobauer ihre Kapazitäten in Entwicklung und Produktion schon jetzt umorientieren.
    Sind die denn alle blind für die Argumente der kompetenten Herren hier oben?
    Alles Konkurskandidaten oder was?

    „Elektroautos aus chinesischer Produktion auf dem Vormarsch“
    Was? Auch China…

  14. Guido Schwartz

    Solange hoffähige Ideologien elitärer, aber lauter, Minderheiten die Realitäten ignorieren und oder die Ideologen sich selbigen, durch persönliche wirtschaftliche Potenz, ggf. auch entziehen können, muß niemand sich über derartige Entscheidungen wundern. Der Klimawandel ist eine nicht zu leugnende Tatsache. Jedoch, man begegnet ihm nicht indem man Lösungen, auf ideologischer Basis, implementieren und herbeireden will, die am waren Leben und dem faktisch machbaren vorbeigehen. Ein solches Tun führt letztlich sogar zur einer erheblichen Verzögerung, hinsichtlich der Erreichung der gewünschten Ziele. Es ist wohl eher davon auszugehen, daß dieser geniale Beschluß, er muß ja durch die einzelnen Mitgliedsstaaten ratifiziert werden, recht schnell von der normativen Kraft des Faktischen eingeholt wird. Weiterhin gibt es da, für jeden Bürger der EU, auch die Möglichkeit dererlei Geniestreiche zu bewerten und Stellung zu beziehen. Dafür müssen wir alle nur, bei entsprechender Gelegenheit, an die Wahlurne gehen. Mehrheitlich sind Menschen auch Realisten, kassieren wir die Träumer ein!

  15. Alexander Hezel

    „Ich sehe keine Zukunft für Verbrennermotoren“ – sagte bereits im September 2021 Markus Duesmann, Chef von Audi, dem schweizerischen Tagesanzeiger.

    Duesmann etwa auch ein „grüner Ideologe“? Oder doch eher Realist?

  16. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Herr Schleck.

    Die Automobilindustrie ist gar nicht das Problem. Die bauen ihnen jedes gewünschte Fahrzeug.

    Die grundlegende Frage lautet : „Gibt es genügend Strom für die beabsichtigte Elektrifizierung und wie soll der Strom erzeugt werden ?“

    Und dann sollte man sich fragen, ob das dem Klima überhaupt was nützt. Ich glaube nicht viel, weil Europa nur 10 Prozent des CO2 erzeugt. Selbst die G7-Staaten zusammen höchsten 25 Prozent.

    Das ganze ist Mal wieder so ein naiver Getra-Kram, herrlich realitätsfern. Bietet viel Stoff für Häme, Spott und dergleichen. Ich werde bestimmt auf meine Kosten kommen.

  17. Alessandro Vega

    @GERHARD SCHMITZ

    Es ist ja nichts neues, dass Sie schönrechnerrei betreiben wenn es Ihrer Meinung zugute kommt, aber da haben Sie sich mal vollkommen verannt. Dabei begehen Sie den großen Fehler, anzunehmen, dass die Mehrzahl der E-Fahrzeuge an zentralisierten Ladesäulen wie diesen „getankt“ wird. Dem ist nicht so und das ist auch nie so geplant worden.

    Machen wir ein anderes Rechenbeispiel. Ein Tesla M. 3 verbraucht ca 12 kw/100km in Deutschland fahren Pendler im Schnitt 32km am Tag.

    Das ist eine Reichweite die ein normaler 16A Stecker wie man ihn in jedem Haushalt findet innerhalb von 22 Minuten nachläd. In anderen Worten, bevor mein Abendessen überhaupt gewärmt ist ist mein Auto wieder voll.

    Klar, dass ist nichts um 1000 Kilometer am Stück fahren zu können, aber wie oft braucht man das im Leben ? Auch gibt es schon lange 250kw Säulen. Das Problem ist lediglich das Netz.

  18. Norbert Schleck

    „Die Automobilindustrie ist gar nicht das Problem. Die bauen ihnen jedes gewünschte Fahrzeug.“

    Irrtum!
    Wenn die Autoindustrie so eine solche Entscheidung trifft, so ist das eine strategische Orientierung von großer Tragweite. Das erfordert jahrelange Planung, Entwicklung und Bau von Fabriken mit entsprechenden Kosten… und Zurückfahren der traditionellen Technik.
    Wenn dann der Absatz wegen fehlender Infrastruktur nicht möglich wäre, führe ein ganzer Industriesektor gegen die Wand.
    Für so dumm halte ich die Automanager eigentlich nicht. Die wollen Autos bauen, die sich verkaufen lassen.
    Deshalb hätte ich eigentlich erwartet, dass sie mit allen Mitteln versuchen würden, eine solche Maßnahme zu torpedieren.

    Blick in die USA:
    „Bereits 2035 will der US-Bundesstaat Kalifornien keine Neuwagen mit Diesel- oder Benzinmotoren mehr zulassen und bei der Elektromobilität durchstarten.“ (SPON)
    Ja, sicher auch „wieder so ein naiver Getra-Kram [sic], herrlich realitätsfern“ und „viel Stoff für Häme, Spott und dergleichen“, nicht wahr?

  19. Gerhard Schmitz

    @Hezel,

    Ich kenne Markus Duesmann persônlich. Er hatte vor Jahren im Auftrag von Ola Källenius, damals Chef von Mercedes-Ilmor (F1 Abteilung von Mercedes) und heute Vorstandsvorsitzender von Mercedes-Benz eine Fake-Studie zu meinem 5T-Motor bei dem RWTH-Ableger namens FEV in Auftrag gegeben. FEV hatte dann versucht, die Veröffentlichung dieser Studie per Gericht zu verbieten, was aber letztendlich vom Kölner Oberlandesgericht abgeschmettert wurde.

    So viel zur Ethik von Industriellen. Ich kann Ihnen also diese Studie gerne zeigen.

  20. Carl Schumacher

    Ich stehe solchen Beschlüssen der Politik eigentlich sehr kritisch gegenüber.

    Ich erinnere mich an die Beschlüsse von 2003 mit denen das Ende der Kernkraft (in Belgien) beschlossen wurde, Beschlüsse die bis heute nicht umsetzbar sind. Da nützen auch alle Visionen nichts.

    Während der letzten Bundestagswahl sagte der Kandidat Scholz, alleine die deutsche Chemieindustrie verbrauche, bei einer Umstellung auf Strom, soviel wie ganz Deutschland zur Zeit.

    In den Niederlanden hat man beschlossen in den Provinzen Nord Brabant und Limburg keine neuen (großen) Anschlüsse mehr zuzulassen, aus Mangel an Kapazitäten.

    Es genügt eben nicht etwas zu beschließen, es muss auch machbar sein.

  21. Gerhard Schmitz

    @Norbert Schleck,

    Die von VW versprochene Reichweite von 700km erfordert eine sehr defensive Fahrweise, genauer gesagt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 46,5km/h laut WLTP-Zyklus. Bei weiten Strecken, die ja zum großen Teil auf Autobahnen mit höherer Geschwindigkeit zurückgelegt werden, sinkt die Reichweite dann mal schnell um 50%, laut „Automobile Propre“. In dem Falle schaffen Sie es dann mal gerade von Ostbelgien bis zur Küste. Und wenn Sie dort keine freie Ladesäule vorfinden, müssen Sie halt eine oder mehrere Übernachtungen mehr einplanen.

  22. Norbert Schleck

    „Verbrenner-Aus bei Autoherstellern – Opel will schon 2028 voll elektrisch sein.

    Immer mehr Hersteller nennen ein Datum für das Verbrenner-Ende.
    Darunter sind neben GM auch Ford, Audi, Mercedes, Volvo, VW, Hyundai und jetzt ebenfalls Opel. Meist bleiben nur mehr Hintertürchen für Märkte ohne klare Elektroperspektive.“

    Wer schreibt das am 04.03.2022
    Nun, die bekannte Zeitschrift auto motor sport, sicher kein grünes Propagandablatt.
    In dem besagten Artikel eine lange Liste mit Automarken von A wie Audi bis V wie Volvo. (Einfach googeln!)
    Sind deren Manager alle dem „naiven Getra-Kram [sic], herrlich realitätsfern“ verfallen? Da gibt es „viel Stoff für Häme, Spott und dergleichen“, kübelweise.

    Ich nehme an, der Herr Schmitz startet nun eine Informationskampagne bei all diesen Konzernen…

    „Es genügt eben nicht etwas zu beschließen, es muss auch machbar sein.“
    Sagten die Pferdedroschkenbesitzer, als die ersten Benzinkutschen ohne Pferde aufkamen.
    Sagte meine Oma, als Kennedy verkündete, vor Ende des damaligen Jahrzehnts Menschen zum Mond zu bringen.

  23. Gerhard Schmitz

    @ALESSANDRO VEGA

    Sie werfen mir „Schönrechnerei“ vor und behaupten im gleichen Kommentar, dass Sie über Ihre 16A-Haussteckdose innerhalb von 22 Minuten rund 4kWh einspeisen könnten. Müsste dann nicht eine Spannung von rund 700V an Ihrer Steckdose anliegen?

    Und dann fragen Sie, wie oft man denn eine Reichweite von 1000 km brauchen würde. Eine Antwort: Ein Mal im Jahr. Oder sollten Familien, Kegelclubs, etc. einfach auf ihren Urlaub bzw. ihre Kegelfahrt verzichten, wenn Bahn oder Flugzeug nicht praktikabel bzw. bezahlbar sind?

  24. Gerald Pesch

    Die E-Mobilität ist nicht die Zukunft sondern das politisch gewollte Ende der Mobilität wie wir sie heute kennen. Schon die Ladeinfrastruktur wird aus physikalischen Gründen niemals das bieten können was wir von einem Tankstellennetz gewohnt sind. Synergrid, der Dachverband der Belgischen Netzbetreiber, ist sich dessen bewusst und hat eine entsprechende „Prescription technique“ erarbeitet. Auf unserer Internetseite „Gegenpol Ostbelgien“ haben wir die Ergebnisse dieser Vorgaben auch für Laien verständlich zusammengefasst. Fazit: Die E-Mobilität ist ein weiterer grüner Betrug am Bürger! Eingeschränkte Mobilität zu nicht absehbaren Kosten wird als „Klimarettung“ und „nachhaltig“ verkauft. Woher der Strom für alle die E-Autos kommen soll wenn reihenweise Kraftwerke abgeschaltet werden hat auch noch kein Politiker erklären können.

  25. Gerhard Schmitz

    @Norbert Schleck,

    Dass die Automobilkonzerne sich plötzlich für die E-Mobilität stark machen, ist aus deren Sicht ökonomisch möglicherweise ganz clever. Sie nutzen den „Rückenwind“ der Politik, sprich Forschungsgelder und Kaufprämien auf Kosten der Allgemeinheit, um die aktuelle Verbrennerfahrzeugflotte komplett durch neue, deutlich teuerere E-Autos (Basis-Tesla kostet rund 50.000€) zu ersetzen, sobald ihre Produktionsskapazitäten das ermöglichen. Und wenn es dann in die Hose geht, wird der Staat wohl wieder einspringen, weil er ja (zu Recht?) für das Desaster verantwortlich gemacht werden kann.

  26. Dieter Leonard

    Dass der automobile E-Antrieb die „bessere“ Technologie ist, verdeutlicht allein dessen um Längen besserer Wirkungsgrad.

    Dennoch erachte ich (IMHO😉) die Entscheidung des EU-Parlamentes als falsch.

    Die E-Mobilität kann und darf kein Selbstzweck sein und Verbrennermotoren sind nicht zwangsläufig CO2-Schleudern, wenn man die individuelle KM-Leistung und den genutzten Energieträger berücksichtig.

    Die E-Mobilität wird nur dann gelingen, wenn die Energiewende gelingt und wenn die für den jeweiligen Flottenbestand benötigte Energie aus regenerativen Quellen geliefert werden kann. Ohne dies macht E-Mobilität keinen Sinn.

    Selbstverständlich bedarf es einer adäquaten privaten und öffentlichen Ladeinfrastruktur, was sonst? Die Automobilhersteller, die längst die Weichen für die E-Mobilität gestellt haben, dürften ein vitales Interesse haben, dass es hieran nicht scheitern wird.

    Die Einwände mancher Beobachter – insofern sie nicht von ideologischen, besserwisserischen oder (wie bei den Herren Scholzen und Wahl) dem Hass gegenüber grünen Parteien geprägt sind – sind jedoch teilweise durchaus nachvollziehbar und erfordern transparente und nachvollziehbare Antworten.

  27. Alessandro Vega

    @GERHARD SCHMITZ

    Da sollten sie ggf. nochmal die Schulbank drücken, eigentlich sollte man als Ingenieur in der Lage sein oder zumindest googlen wie man 3Phasen Drehstrom berechnet.

    Hier die vereinfachte Formal = P/(I*1,73)=U
    16A und 400V ergeben 11kW

    (4kWh /11kW)*60 = 21,81 Minuten.

    Sie dürfen mich gerne korrigieren, aber bitte mit der richtigen Lösung. Nächstes mal Googln Sie besser statt Ihren Titel zu verunglimpfen.

    Also sie haben ein Problem damit ein mal im Jahr bei einer 1000 km fahrt mal ein bis zwei Pausen einzulegen und verbreiten deshalb Unsinn und Halbwahrheiten über Elektroautos ? Ausserdem liegen bis dahin noch 13 Jahre Entwicklingszeit vor uns und es heisst ja nicht, dass die Straßen plötzlich frei von Verbrennern sind. Die Fahrzeuge an sich machen mir persöhnlich keine Sorgen. Das Netz dagegen schon.

  28. Gerhard Schmitz

    @ALESSANDRO VEGA

    Sie haben Recht. Ich hatte im Eifer des Gefechts die Gleichstromformel zugrunde gelegt. Sorry!

    Frage: Welch anderen „Unsinn und Unwahrheiten“ verbreite ich denn noch über E-Autos?

  29. Alessandro Vega

    @GERHARD SCHMITZ

    „Frage: Welch anderen „Unsinn und Unwahrheiten“ verbreite ich denn noch über E-Autos?“

    Das habe ich so nicht formuliert. Aber da verweise ich doch gerne auf meinen oberen Kommentar und auf meinen Kommentar im Forum von Herr Cremer.

    Ich weiß, dass es hart sein muss für jemanden der sein halbes Leben mit Verbrennungsmotoren beschäftigt hat.

    Allerdings sind wie gesagt die Physikalischen Limits für Verbrennungsmotoren nicht aufzuheben egal wie sehr viel Zeit und Geld man in die entwicklung steckt.

  30. Norbert Schleck

    „Dass die Automobilkonzerne sich plötzlich für die E-Mobilität stark machen, ist aus deren Sicht ökonomisch möglicherweise ganz clever.“

    Clever? Na, ich weiß nicht. Wenn dann die E-Autos wegen fehlender Infrastruktur nicht geladen werden können, helfen auch keine „Forschungsgelder und Kaufprämien“.
    Das geht dann voll in die Hose, denn die Firmen werden auf Dauer ja wohl keine doppelten Entwicklungs- und Produktionskapazitäten beibehalten wollen.
    Da hätte man dann eher intensive Lobbyarbeit im Sinne der Tabak- und Mineralölkonzerne erwarten können.

    „wird der Staat wohl wieder einspringen,“
    Welcher Staat von Korea bis USA (siehe AMS)?

    Was den Preis anbelangt, so waren Autos auch mal Luxusgüter, die sich nur ein paar Leute leisten konnten. Andere Gebrauchsgüter ebenfalls, z.B. Farbfernseher, die man heute in jedem Haushalt findet. Das ist nun wirklich kein Argument.

  31. Gerhard Schmitz

    @ALESSANDRO VEGA

    Es ist richtig, dass die physikalischen Gegebenheiten der Wirkungsgradoptimierung des Verbrenners Grenzen aufzeigen. Sollte es aber gelingen, synthetische und klimaneutrale Kraftstoffe in ausreichender Menge und zu erschwinglichen Kosten zu produzieren, wäre trotz bescheidenem Wirkungsgrad eine klimaneutrale Mobilität mit heutigem Komfort (Reichweite, Tankzeit, etc.) in der Zukunft doch möglich. Meine Kritik am Verbrennerverbot besteht im Wesentlichen darin, dass man per Votum auf eine technologische Option verzichtet.

    Und vergessen wir nicht, dass Kohle-, Gas-, Öl- und auch Atomstrom über einen thermischen Zyklus, also mit bescheidenem Wirkungsgrad erzeugt werden.

  32. Norbert Schleck

    „…synthetische und klimaneutrale Kraftstoffe in ausreichender Menge und zu erschwinglichen Kosten…“

    Klimaneutral? Wozu das?
    Wenn der Klimawandel – sofern es ihn tatsächlich gibt – doch keineswegs von Menschen gemacht sein kann, wie uns hier in den Foren von Gegenpol&Co pausenlos eingetrichtert wird.
    Haben wir nun in Herrn Schmitz zumindest auf diesem Gebiet einen gewichtigen Verbündeten gefunden?
    Oder war er schon immer ein Greta-Fan? Schwierig, da die Übersicht zu behalten.

    So, das war’s. Ab in den Garten, der Barbecue wartet…

  33. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Guten Morgen Herr Schleck.

    Natürlich muss die Automobilindustrie gesetzliche Vorgaben respektieren. Nur das machen Automobilindustrie und Gesetzgeber gemeinsam, sind voneinander abhängig.

    Ich schätze, dass die Automobilindustrie auch mit der Infrastruktur Geld verdienen will.Die hat wahrscheinlich schon Pläne für den Fall, dass der Staat versagt in dieser Frage.Vielleicht kriegt man beim Kauf eines Elektroautos eine Solarladestation mitgeliefert oder einen Generator, der mit Wasserstoff, Diesel, Benzin etc angetrieben wird. Bis 2035 ist es noch lange und bis dahin gibt es bestimmt Lösungen, von denen wir heute noch nicht mal zu träumen wagen.