Russisches Militär meldet Abschuss westlicher Waffensysteme

Russlands Militär hat nach eigenen Angaben mit massiven Luft- und Artillerieschlägen Waffensysteme zerstört, die westliche Länder an die Ukraine geliefert haben.

Haubitze (Bild: Sergey Bobok/AFP)

Haubitze (Illustrationsbild: Sergey Bobok/AFP)

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums sprach von 24 Waffensystemen, darunter ein Mehrfachraketenwerfer und eine Batterie modernster amerikanischer Haubitzen. Zudem seien zwei Munitionsdepots vernichtet worden.

Daneben zählte der Sprecher den Beschuss von Gefechtsständen, Truppenansammlungen und Militärkonvois durch die Luftwaffe auf. Zudem habe die russische Luftabwehr einen Kampfjet und einen Militärhubschrauber im Raum Charkiw abgeschossen.

Unabhängig konnten die Angaben aus Moskau nicht überprüft werden.

dpa/sh

9 Kommentare
  1. Jürgen Margraff

    Westliche Raketenwerfer? Welche denn, die Amis liefern die erst noch, vielleicht einige alte sowjetische Systeme BM 24 bis BM 30 oder RM 70 all diese Raketenwerfer haben kaum was mit den HIMARS Raketen zu tun die allerdings erst noch geliefert werden müssen – da ist es angebracht die IRIS T die Scholz erwähnt hat zur Verteidigung der Lieferkorridore zu verwenden, die Russen werden diese Werfer garantiert als prioritäre Ziele ansehen

  2. Lutz-René Jusczyk

    » […] da ist es angebracht die IRIS T die Scholz erwähnt hat zur Verteidigung der Lieferkorridore zu verwenden […] «

    Endlich dämmert es dem Westen, dass Waffenlieferungen im größeren Umfang an die Ukraine nur dann einen Sinn machen, wenn diese mit einer ordentlichen Luftabwehr ausgestattet wird.
    Wenn die teure Ausrüstung bereits auf dem Weg an die Front durch russische Kampfflugzeuge zerstört wird, haben weder die Ukraine noch jene Länder, die das Land damit beliefert haben, etwas davon.

  3. Kurt Szymkowiak

    Ich denke es ist höchste Zeit, eine Flugverbotszone einzurichten. Taktisch kann man den Ukrainerin nicht besser helfen.

  4. Lutz-René Jusczyk

    Das Thema „Flugverbotszone“ wurde bereits zu Beginn des Krieges diskutiert.
    Die NATO hat dieses Ansinnen der Ukraine zurückgewiesen, weil sie befürchtet, dass es dann zu einer direkten Konfrontation zwischen NATO-Soldaten und Angehörigen der russischen Streitkräfte kommen könnte.
    Darüber hinaus dürfte es extrem schwierig sein, über einem so riesigen Land wie der Ukraine so etwas technisch gesehen umzusetzen.
    Wenn, dann kann sich diese nur auf bestimmte Regionen und einzelne Städte erstrecken.
    Ob und inwiefern sich dadurch russische Hyperschallraketen abfangen lassen, bleibt zudem fraglich.

  5. Jürgen Margraff

    Flugverbotszone? Dann haben wir Krieg, keine militärische Spezialoperation mehr. Gott bewahre, aber der Westen sollte jetzt bereits mit der Schulung ukrainischen Personals an unseren Radar und Luftabwehrsystemen beginnen, das nämlich braucht Zeit. Es ist nicht schwierig Luftabwehr im unteren Bereich zu erreichen, MANPADS tun’s, aber für mittlere bzw grosse Höhen braucht es andere Systeme, PAC3 Patriots, IRIS-T oder französische Crotale NG zusätzlich zu AESA Radarsystemen – und für all ist eine gründliche (also langwierige) Ausbildung nötig – die sollte jetzt schon anlaufen, wenn man im Endeffekt eine Flugverbotszone vermeiden möchte

  6. Daniel Brettschneider

    Jetzt ist schnelles Handeln erforderlich. Mehr schweres Gerät wie schnell bewegliche Artillerie und Flugabwehrgerät. Moderne Kampfjets aus russischer Produktion von ehemaligen Sowjetunion wie Polen (falls noch verfügbar). Die Polen schicken ja schon viel über die Grenze aber es gibt ja noch andere Staaten. Die bekommen zum Austausch westliches Gerät. Auch Deutschland muss schneller reagieren und nicht heute was versprechen was erst im Herbst lieferbar ist.

  7. Jürgen Margraff

    Moderne Kampfjets aus russischer Produktion von der ehemaligen Sowjetunion? Die Jets sind alles nur nicht mehr modern – und schnell reagieren, geht quasi nicht, die ukrainischen Soldaten müssen erstmal auf westliche Systeme (Flugabwehr & Ari) geschult werden, das braucht Zeit – Man könnte eventuel hiesige Flak – Flab Einheiten als internationale Brigade deklarieren und die mitsamt ihrer Ausrüstung hin schicken, aber das werden die Russen garantiert als Kriegsgrund gegen die NATO ansehen – eventuel koreanische Einheiten die vor Ort von Amis ersetzt werden würden – aber das ist ein Spiel mit dem Feuer

  8. Dieter Leonard

    Unsere militärisch-strategischen Gedankenspiele hier und an anderer Stelle, mögen dazu dienen, unsere Hilflosigkeit durch rhetorischen Aktionismus zu verarbeiten. Sie werden am Kriegsverlauf nichts ändern und uns selbst wohl auch nicht wirklich helfen.

    Wie und wann dieser Krieg endet und wieviele Menschenleben und welche Zerstörungsausmaße er hinterlässt, entscheidet – ohne direkte westliche Intervention – allein der Psychopath im Kreml.

    Mit dem Zugeständnis an Putin, nicht Kriegspartei sein zu wollen, hat der Westen das Heft des Handelns weitgehend abgegeben. Sanktionen? Die scheren Putin nicht, da ihm sein manipuliertes Volk völlig egal ist.

    Der zu zahlende Preis ist nicht nur für die Menschen in der Ukraine unermesslich hoch und nimmt eine ganze Generation in Geiselhaft.
    “Nie wieder Krieg” war ein schöner aber naiver Traum.

    Es ist Zeit, aufzuwachen.

  9. Lutz-René Jusczyk

    »Wie und wann dieser Krieg endet und wieviele Menschenleben und welche Zerstörungsausmaße er hinterlässt, entscheidet – ohne direkte westliche Intervention – allein der Psychopath im Kreml.«

    Jeder Sieg Russlands in der Ukraine ist und bleibt ein Pyrrhussieg.
    Putin wird Russland nicht ewig regieren. Die Zeit arbeitet für die Ukraine und nicht für Putin.

    Wenn Putin weg ist, wird die Ukraine Gebiete, die sie zur Vermeidung weiteren Blutvergießens zuvor an Russland abgetreten hat, wieder zurückerhalten.
    Kein Despot, kein Diktator war jemals in der Geschichte dauerhaft erfolgreich (von der Kim-Dynastie einmal abgesehen).
    Der Westen darf jetzt keine Fehler machen, die zum Einsatz von Atomwaffen führen.
    Es ist die Sache nicht wert, dass hunderttausende von Menschen für eine Lösung sterben, die sich in einigen Jahren von selber einstellt.
    Dass Putin problematische Charakterzüge hat, erkannten bereits seine Ausbilder beim KGB, sonst hätten sie ihn nicht nach Dresden, sondern nach London oder Washington entsandt, wo er eigentlich hinwollte.