Ukraine: Es wird zu viel Rücksicht auf Russland genommen – Massive russische Angriffe im Donbass

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Weltgemeinschaft aufgerufen, sich eindeutiger auf die Seite seines Landes zu stellen, das von Russland angegriffen wird.

Ukrainische Soldaten in der Nähe der Frontlinie im Donbass (Bild: AFP)

Ukrainische Soldaten in der Nähe der Frontlinie im Donbass (Bild: AFP)

In seiner Videoansprache von Mittwochabend zeigte Selenskyj sich enttäuscht, auch von den Beratungen beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Es werde immer noch zu viel Rücksicht auf Russland genommen. „Und das trotz Tausender russischer Raketen, die die Ukraine treffen. Trotz Zehntausender getöteter Ukrainer. Trotz Butscha und Mariupol“, sagte Selenskyj.

Der ukrainische Präsident kritisierte in diesem Zusammenhang den früheren US-Außenminister Henry Kissinger. Auch er hatte gesagt, dass ein Frieden für die Ukraine wohl nur mit Gebietsabtretungen an Russland zu erreichen sei.

Selenskyj hatte am Mittwoch noch einmal betont, dass die Ukraine kein Gebiet abgeben werde. Die Ukraine werde kämpfen, bis sie ihr gesamtes Territorium zurück habe. Er sei bereit zu Gesprächen mit Moskau, wenn Russland sich auf die Frontlinien von vor dem 24. Februar zurückziehe.

Aktuell bringen im Osten der Ukraine massive russische Angriffe die ukrainischen Verteidiger immer weiter in Bedrängnis. Der dortige Gouverneur teilte mit, das Verwaltungsgebiet Luhansk im Donbass sei zu 95 Prozent von russischen Truppen erobert.

dpa/est

6 Kommentare
  1. Jürgen Margraff

    Falls und nur falls die NATO den Willen hat die UA so zu unterstützen das das auch Sinn macht, sollten jetzt die ukrainischen Soldaten in den Westen kommen um an westlichen Systemen ausgebildet zu werden – irgendwann gehen uns die älteren sowjetischen Waffen aus, die sind per se endlich – also MUSS Ausbildung an NATO Systemen herangezogen werden. Aber wenn schon, dann richtig z.B. Pzh2000 da braucht es ADLER Artillerieleitsysteme, braucht es Leo II, Leclerc, Challenger oder Abrahams Panzer – wenn die UA Soldaten JETZT daran ausgebildet werden kann deren Lieferung Ende des Jahres beginnen, bis dahin dürfte das alte sowjetische Gerät grösstenteils zu Brei gestampft worden sein und es muss eh eine andere Lösung her – nehmt auch UA Piloten hier in die Ausbildung, SU oder MIGs kriegen die nie mehr

  2. Lutz-René Jusczyk

    Der erfahrene Henry Kissinger hat nicht ganz Unrecht: Russland wird die Krim niemals hergeben. Es besteht sogar das Risiko des Einsatzes einer taktischen Atomwaffe, sollte die Krim für Russland ernsthaft in Gefahr geraten.
    Ich verstehe Kissingers Aussage als einen Hinweis darauf, dass der militärischen Unterstützung der Ukraine durch die USA Grenzen gesetzt sind. Es wird immer deutlicher, dass die NATO nicht bereit ist, sich in eine direkte militärische Auseinandersetzung mit Russland hineinzubegeben, deshalb weigert man sich ja auch, Kampfflugzeuge und schwere Artillerie an die Ukraine zu liefern, da dies von Russland als Kriegseintritt gewertet werden könnte.
    Es zeigt sich immer mehr, dass mit den Waffen, die der Westen bisher an die Ukraine geliefert hat, sie nicht in der Lage ist, die russischen Truppen zu besiegen. Eigentlich war es vornherein klar, dass die Ukraine kaum Erfolgsaussichten hat, nur waren wir wohl alle durch die Erfolge bei der Verteidigung der Hauptstadt euphorisiert.

  3. Manz Hannelore

    Es ist nicht zu glauben dass in der heutigen Zeit es noch möglich ist das ein verrückter Diktator es schafft einen Krieg zu führen,sein Volk einer Gehirnwäsche zu unterziehen, tausende Menschen zu ermorden..und alle schauen zu.In einem anderen Kontinent dürfen Junge Menschen erst ab 21Jahren ein Bier trinken aber mit 18Jahren sich Sturmgewehre kaufen?was läuft falsch auf dieser Welt?Ein Glück das dieser Größenwahnsinnige Präsident der USA vorläufig aus dem Amt ist,bei dessen Intelligenz wäre wahrscheinlich schon der dritte Weltkrieg jetzt ausgebrochen..arme Welt.

  4. Lutz-René Jusczyk

    Es kann sein, dass der „größenwahnsinnige Präsident“ in ein paar Jahren wieder im Amt ist.
    Bleibt zu hoffen, dass bis dahin der Krieg beendet sein wird.

  5. MARCEL SCHOLZEN eimerscheid

    Werte Frau Manz

    Andere Länder
    Andere Sitten.

    Der ukrainische Präsident wird federn lassen müssen, um Frieden zu erhalten.Das können Gebietsabtretungen und andere Zugeständnisse sein, wie Neutralität oder Rüstungsbeschränkungen.Er wird auch, wie viele vor ihm, lernen kleinere Brötchen zu backen.

    Und will die Ukraine in EU und Nato, ist Schluss mit Nationalismus.

  6. Manz Hannelore

    Komische Ansichten…was bitte ist denn mit dem Diktator in Russland?der darf machen was er will?und der Turkische Diktator?alle springen wie diese beiden es vorgeben..?man wirft den Kämpfern aus dem Asofstahl vor Kriegsverbrechen begangen zu haben, bitte wann und wo?die Russen sind in der Ukraine eingefallen nicht umgekehrt,und auch da sind viele Soldaten unter falschen Angaben hin geschickt worden,alles weil ein durchgedrehter Präsident sich das erlauben kann weil ganz Europa jahrelang geschlafen hat.. bitte weiterschlafen.