Russland meldet Zerstörung westlicher Waffenlieferungen in der Ukraine

Russland hat nach eigenen Angaben in der Ukraine eine Ladung westlicher Waffen und militärischer Ausrüstung zerstört.

Russische Soldaten in Cherson (Bild: Olga Maltseva/AFP)

Russischer Soldat in Cherson (Bild: Olga Maltseva/AFP)

Der Transport sei in der Region Schytomyr nahe der Hauptstadt Kiew durch seegestützte Langstreckenraketen gestoppt worden. Das erklärte das russische Militär laut der staatlichen Agentur Interfax.

Die Lieferung habe die Ukraine von den Vereinigten Staaten und europäischen Ländern erhalten, hieß es. Den Angaben zufolge waren die Waffen für die ukrainischen Truppen in der Donbass-Region bestimmt. Von Seiten der Ukraine wurde der Angriff bislang nicht bestätigt.

Der ukrainische Generalstab bestätigte jedoch weiterhin massive Gefechte im Donbass im Osten des Landes. Außerdem wachse die Gefahr vor Luftschlägen aus dem benachbarten Land Belarus.

Neben dem heftigen Beschuss beklagt das Militär, dass die russischen Besatzer am Boden mit Terror gegen die ukrainische Zivilbevölkerung vorgehen. So würde verhindert, dass aus dem russisch besetzten Gebiet um Cherson die Menschen fliehen könnten. Auch die Öffnung von humanitären Korridoren werde blockiert. Es gebe keine Möglichkeit, Lebensmittel und Medikamente in das Gebiet zu bringen. Ältere Menschen, Kranke und Kinder seien in den besetzten Regionen gefangen.

Das seit Wochen belagerte Stahlwerk in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol soll unter russischer Kontrolle sein. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, die letzten rund 500 Kämpfer des Regiments Asow hätten sich ergeben. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist derzeit nicht möglich.

dpa/dlf/dop

2 Kommentare
  1. Lutz-René Jusczyk

    Ich frage mich, warum immer nur von der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine die Rede ist, während der Aspekt der Luftabwehr kaum in den Blick genommen wird.
    Wenn der Westen das Land mit Panzern und Haubitzen beliefert, deren Kosten in die Milliarden gehen, sollte doch wenigstens sichergestellt werden, dass das Meiste davon heil an die Frontlinie gebracht wird, ohne vorab durch russische Artillerieschläge zerstört zu werden.
    Durch Satellitenbilder sollte es für die russische Seite ein Leichtes sein, den Transport von schwerem Gerät ausfindig zu machen.
    Aktuell erzielen die Russen im Osten des Landes immer mehr Geländegewinne.
    Ich bin kein Experte, glaube aber, dass die Ukraine den Krieg nur dann gewinnen kann, wenn sie die Hoheit über ihren eigenen Luftraum erhält.
    Die Stationierung von Iskander-Raketensystemen im Raum Belgorod erschwert die Lage zusätzlich, denn die lassen sich mit taktischen Atomwaffen bestücken.

  2. Jürgen Margraff

    Luftabwehr mit anderen als S300 bzw S400 Raketen geht für die Ukraine nicht, und die meisten davon die NATO Länder besitzen sind bereits geliefert worden, eigentlich fehlen nur die S400 Systeme der Türken – alle derartigen Waffen sind durch die Stationnierung von Patriot Batterien der USA, D oder NL aufgefangen worden, während die F SAMP-T in Rumänien stationniert hat – normalerweise werden die UA auch vor solchen Attacken gewarnt, die NATO fliegt da mit Radarwarnflugzeugen im internationalen Luftraum rum und teilt der UA zeitnah mit das was auf sie zugeflogen kommt, aber einige der angreifenden Raketen kommen immer durch, selbst bei einem Luftschutzsystem das noch alle Kapazitäten hat – die Raketen oder Marschflugkörper werden in Massen gestartet und benötigen für jede einzelne von ihnen einen Abfangvektor und eine Abfangrakete, die pustet man nicht mit Gepardkanonen vom Himmel, einzige Lösung wäre eine NO FLY Zone – RU erlaubt sowas nicht