Kremlkritische Zeitung „Nowaja Gaseta“ stellt Erscheinen vorübergehend ein

Die russische Zeitung "Nowaja Gaseta" stellt vorübergehend ihren Betrieb ein. Man werde die Printaktivitäten bis zum Ende der russischen "Sonderoperation" in der Ukraine aussetzen, teilte das Blatt mit.

Das Wort „Krieg“ darf in Russland nicht verwendet werden. Die „Nowaja Gaseta“ teilte mit, sie habe eine weitere Warnung von der staatlichen Kommunikationsaufsichtsbehörde über ihre Berichterstattung erhalten. Deswegen sehe man sich veranlasst, den Betrieb einzustellen.

Herausgeber der Zeitung ist Dmitri Muratow, der im Vorjahr den Friedensnobelpreis erhalten hat.

dpa/mh

3 Kommentare
  1. Peter Seifert

    Na,endlich hat’s der Putin geschafft:Friedhofsruhe über Russland.Damit sind dann auch die letzten Partikelchen der Demokratie beseitigt.
    Ruhe sanft….ach,wenn wir das auch zum Vladimir sagen könnten!

  2. Guido Scholzen

    Schon in einem Kommentar vom 18.03. schrieb über Novaja Gaseta
    „Ich frage mich, wie lange sich diese Zeitung noch halten kann.“
    Schade, ist nun eingetroffen.

  3. Marcel Scholzen eimerscheid

    Ob das den Machthabern nutzt ?

    So eine Internetzensur lässt sich doch bestimmt auch in Russland mit einem VPN umgehen.

    Wer welche Informationen bekommt, ist nicht nur ein Problem der Bevölkerung. Auch für Putin selbst. Der lebt wahrscheinlich in einer Blase, nur von Ja-sagern umgeben, die die „spezielle Militäroperation“ nur positiv darstellen. Und das wirkt sich aus auf Putins Entscheidungen.