Präsident des EU-Parlaments enttäuscht über Afghanistan-Erklärung

Der Präsident des Europaparlaments, David Sassoli, hat die Entscheidung der EU-Staaten kritisiert, vorerst keine Zusagen zur Aufnahme von Menschen aus Afghanistan zu machen.

David Sassoli im Europaparlament in Brüssel (Bild: Olivier Matthys/AFP)

David Sassoli im Europaparlament in Brüssel (Archivbild: Olivier Matthys/AFP)

Das Parlament sei enttäuscht, sagte Sassoli am Mittwoch als Reaktion auf eine gemeinsame Erklärung der EU-Innenminister.

Man habe gesehen, wie Länder außerhalb der EU afghanische Asylbewerber aufgenommen hätten. Aber kein EU-Mitgliedsstaat habe dasselbe getan, kritisierte er bei einer Veranstaltung der derzeitigen slowenischen EU-Ratspräsidentschaft in Bled.

dpa/vk

2 Kommentare
  1. Jochen Decker

    Vielleicht fragt er einfach mal nach, was die Gründe sind?
    Die direkten Nachbarstaaten haben kein Interesse an der Aufnahme von afghanischen Flüchtlingen.
    Deren Gründe sind Sorgen wie Instabilität, Unfrieden, Islamismus und Terrorismus.
    Österreich hat mit den bis jetzt aufgenommenen Afghanen große Probleme, was ihre Integration anbelangt. Sie gestaltet sich mehr als schwierig und 60% der jungen Afghanen in Österreich befürworten klar die Anwendung von Gewalt, wenn es um die Religion geht.
    Wie gesagt, einfach mal nachfragen.

  2. Marcel scholzen eimerscheid

    Herr Decker

    Ich gehe Ihnen recht. Man weiß nicht was das für Leute sind. Deshalb sollte man vorsichtig sein.

    Scheint mir mal wieder so eine naive Aussage gewesen zu sein. Nicht schwer überlegt.