Von der Leyen fordert vor G7-Gipfel sichere Fluchtwege für Afghanen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will beim G7-Sondergipfel zur Lage in Afghanistan für eine internationale Lösung für Flüchtlinge werben.

Ursula von der Leyen stellt die Asylreform vor (Bild: Stephanie Lecocq/AFP)

Ursula von der Leyen (Archivbild: Stephanie Lecocq/AFP)

Sichere Fluchtwege sollten verhindern, dass die Menschen in die Hände von Schmugglern und Menschenhändlern fielen.

Angesichts der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan wollen die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten in der kommenden Woche bei einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen beraten. Zu der Gruppe der wichtigen Industrieländer gehören die USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada. Die Spitzenvertreter der EU sind zudem auch immer mit dabei.

Wegen der Entwicklungen in Afghanistan erwartet die EU eine starke Zunahme der Zahl der Menschen, die ihr Heimatland verlassen wollen.

dpa/vk

13 Kommentare
  1. Ludovicy Jean-Paul

    Stellt die sich hin hat noch Forderungen?
    20 Jahre haben die und ihresgleichen alle Strippen gezogen, die „wunderbare internationale Zusammenarbeit“ gesteuert und mit Milliarden (dem Steuerzahler sein abgezwacktes und abgeleitetes -in dem Fall missbrauchtes- Geld) WOFÜR?
    Um am Ende solche ein Ergebnis abzuliefern? Und dann noch vor internationaler Presse solche Phrasen dreschen?
    Ich hoffen doch sehr, dass wenn in Zukunft irgendwer sichere Fluchtwege braucht, dass das die VollDerLügens, die Merkels….kurz alle die sind die dabei sind uns Bürger (weltweit) nach Strich und Faden zu betrügen und zu belügen.
    Die, die vor Ihren Bürger einen Eid abgelegt haben „zum Besten……“
    20 Jahre Misstrauen gesät Geld verbrannt, Lügennetze gesponnen…..Wofür?

    Geschlossenes Zurücktreten wäre das Mindeste was zu erwarten stünde, hätten diese…..nur noch einen Funken Ehre und Gewissen!

  2. Peter Schallenberg

    Die blanke Angst des sich selbst huldigenden neuen europäischen Großadels!

    Wenige Wochen vor der Bundestagswahl in Deutschland sorgt Frau Von Der Leyen für einen kräftigen Schub bei der AfD und zeigt eindrucksvoll wieder einmal mehr, das sie auch für diesen Posten nicht das Zeugs hat. Mal gespannt, was man sich in Berlin wieder zurechtstammeln wird…

    Zurücktreten? Ehre und Gewissen? Millionen europäische Bürger zahlen doch gerne die lustigen Brüsseler Sandkastenspiele.

  3. Marcel Scholzen eimerscheid

    „Sichere Fluchtwege“ hört sich gut an, sagt aber nicht viel. Dann müsste man in den Nachbarländern Auffanglager einrichten und die Menschen von dort in ein sicheres Drittland bringen.

    Würden die Nachbarstaaten solche Auffanglsger erlauben und welche Staaten würden diese Flüchtlinge aufnehmen ? Nach den Erfahrungen von 2015 sind viele Staaten vorsichtig geworden, müssen innenpolitisch Rücksicht üben.

    „Sichere Fluchtwege“ ist genau so ein leeres Wort wie „UN-Schutzzone“ in Ex-Jugoslawien. Die Menschen in Screbrenica haben da einschlägige Erfahrungen gemacht.

    Ich glaube eher, Frau V.d. Leyen will ablenken vom Desaster in Afghanistan.

    Warum will die EU Afghanen die Flucht ermöglichen, aber andererseits die Flucht von Afrkanern unterbinden ? In Afrika gibt es auch Terror, Krieg, Not, etc. Ein Widerspruch ist das für mich.

  4. Lutz-René Jusczyk

    Drehen wir den Spieß doch mal um: Können wir es wirklich hinnehmen, dass alle westlich orientierten Afghanen von nun an der Taliban-Herrschaft schutzlos ausgeliefert sind?
    Ohne Frage: Der Westen hat in Afghanistan gravierende Fehler begangen, aber sollte er sich jetzt nicht zumindest um eine Schadensbegrenzung bemühen, indem er Afghanen, die vor den Taliban fliehen, Asyl gewährt, was selbstverständlich die Schaffung sicherer Fluchtwege beinhaltet?
    Gibt es nicht auch eine moralische Verantwortung für uns in Europa, diejenigen Afghanen, die unsere westlichen Werte lieben, nicht im Stich zu lassen?

  5. Marcel Scholzen eimerscheid

    Herr Jusczyk.

    Was ist ein westlich orientierter Afghane ? Gibt es das überhaupt ? Wie unterscheidet man einen wesentlich orientierten von einem nicht westlich orientierten ? Durch die äußere Erscheinungsform ? Es ist leicht sich zu verstellen und zu verkleiden.

    Man sollte die aufnehmen, die für westliche Regierungen und NGOs gearbeitet haben.

  6. Alexander Hezel

    Herr Scholzen Eimerscheid, sind Sie begeisterter Anhänger der Kunstform des Monologs oder wieso stellen Sie Fragen, auf die Sie die Antwort direkt mitliefern?

  7. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Herr Hezel.

    Ja und ?

    Ihre Ansicht zu dem Desaster von Afghanistan bitte.

  8. Peter Mertens

    Ich habe mir gerade die Bilder im bekannten deutschen Boulevardblatt angeschaut, es hat mich erstaunt das wieder (fast) nur Männer im Flugzeug saßen die Afghanistan verlassen haben..

  9. Alexander Hezel

    Herr Mertens, Sie können ja mal als Frau in Kabul versuchen, (lebend) an Taliban-Terroristen vorbei zum und in den Flughafen zu gelangen… Viel Erfolg.

  10. Karsten Völtz

    Auch hier nochmal:

    Die Vietnamisierung des Afghanistankonfliktes ist gescheitert. Das war abzusehen, wenn man und frau aus dem Vietnamdesaster hätte lernen wollen.

    Die Bilder verzweifelter „Kollaborateure“, die sich an Flugzeuge klammern oder vor Botschaften zusammengequetscht eine Ausreisemöglichkeit suchen, sind denen von 1975 in Saigon brutal ähnlich.
    Der Unterschied ist, Vietnamistan geht uns alle an, weil es diesmal eben dank Bündnisfallregelung eine Nato-Sache sein musste.

  11. Peter Mertens

    @ALEXANDER HEZEL
    Heisst sie würden ihre Frau zurücklassen und alleine ins Flugzeug steigen….
    Egal wo man Migranten auf der Flucht sieht, ob zu Fuß, im Boot oder jetzt im Flieger, es sind fast immer nur Männer.

  12. Alexander Hezel

    @ Mertens – Nein. Heißt, wie Sie bereits lesen konnten: ‚Sie können ja mal als Frau in Kabul versuchen, (lebend) an Taliban-Terroristen vorbei zum und in den Flughafen zu gelangen‘. Ob mit oder ohne Mann. Was ich ‚würde‘ ist Ihre Spekulation. Bitte sehen Sie von Unterstellungen ab – ich würde Ihnen ja auch nicht aufgrund Ihres ersten Kommentars über „(fast) nur Männer“ unterstellen, dass Sie unterschwellig rassistische/rechtsextreme Ideen hegen.

  13. Peter Mertenns

    @ Henzel
    Das war eine Feststellung die durch Bilder belegt wurden.
    Warum der Ehemann flüchtet und seine Frau alleine zurücklässt, stellt sich die Frage.