Putin: Verhältnis zu den USA hat Tiefpunkt erreicht

Wenige Tage vor dem Gipfeltreffen mit US Präsident Joe Biden sieht Kremlchef Wladimir Putin das Verhältnis zu den USA in einer schweren Krise.

Russlands Präsident Putin (Archivbild: Kirill Kudryavtsev/AFP)

Russlands Präsident Putin (Archivbild: Kirill Kudryavtsev/AFP)

In einem Interview mit NBC News sprach Putin wörtlich von einem Tiefpunkt.

Biden unterscheide sich radikal von seinem Vorgänger Trump, den Putin als außergewöhnliche, talentierte und schillernde Person beschrieb. Biden dagegen sei ein „Karrieremensch“, der praktisch sein ganzes Erwachsenenalter in der Politik verbracht habe, sagte Putin der Übersetzung zufolge.

Biden und Putin treffen am 16. Juni in Genf aufeinander.

dpa/sh

3 Kommentare
  1. Frank Mandel

    Vielleicht sollte Europa den Herrn Putin mal einladen. Wir das Volk, lesen oder sehen doch nur was uns vorgehalten wird. USA gut, Russland geht gar nicht. Die einzigen die das noch glauben sind die, die dafür verantwortlich sind. Seit Jahren haut man auf Russland drauf, da ist man sich einig. Fehlende Größen in der Politik in Europa sorgen für Stimmungsmache. Mehr aber auch nicht.
    Diese Bloßstellung der Russen, ist widerlich. Hätte man so über die USA oder Spanien oder Deutschland kommentiert, wäre ein Propaganda hier los getreten worden ohne Ende. Was die russische Regierung sich alles gefallen lässt von Europa (was war das noch mal?) und den USA, alle Achtung!

  2. Guido Scholzen

    Herr Mandel,
    In vielen Teilen der Welt haben sich seit dem Ende des Sowjet-Imperiums vor 30 Jahren Machteliten gebildet, die sich nicht gerne in die Karten schauen lassen: In den USA der Polit-Adel an der Ostküste, in der EU die immer mehr nach links tendierende Eurokratie-berücksichtigende Berufspolitik, in Russland das Korruption-zentralisierende „System Putin“, und in China die Sympathisanten des KP-„Reformators“ Deng Xiaoping.

    Jeder versucht den anderen zu stören, um weltpolitisch auftrumpfen zu können. Niemand weiss vom anderen genau, wieviele Trumpfe der jeweils andere Spieler noch hat oder wieviele Asse im Ärmel verborgen sind. Aber jeder vermutet vom anderen, dass oft mit gezinkten Karten gespielt wird.

    Sie sehen, ich vergleiche die momentane Weltpolitik mit einem Kartenspiel. Indien sitzt übrigens noch nicht mit am Pokertisch. Die müssen wortwörtlich ihren Einsatz noch bringen, um mitspielen zu können.
    Lassen Sie sich nicht monoton beeinflussen durch falsches Spielen: Putin stört uns auch, und nicht nur „wir“ das System Putin.

  3. marcel scholzen eimerscheid

    Mit einem Feindbild lässt sich viel besser leben, Politik machen. Darum wird Russland wieder als Feindbild aufgebaut, Es wird einfach gebraucht. So ist es u.a. einfacher in Richtung Ukraine und Belarus zu expandieren mit der Begründung, es gehe ja um Menschenrechte und Demokratie. Es ist das gleiche Spiel wie seit Jahrhunderten, auf der einen Seite, der angeblich zivilisierte lateinische Westen und auf der anderen Seite der angebliche rückständige orthodoxe Osten. Jeder kann in den Geschichtsbüchern nachschauen, dass in den meisten Fällen westliche Staaten die Aggressoren waren (Napoleonische Kriege, Krimkrieg, Weltkriege).