Etwa 15.000 Demonstranten fordern in Berlin Ende der Corona-Beschränkungen

Mit einem Demonstrationszug protestieren in Berlin am Samstag Tausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen.

Demo in Berlin (Bild: John MacDougall/Afp)

Demo in Berlin (Bild: John MacDougall/Afp)

Die Polizei geht am Samstagnachmittag von rund 15.000 Teilnehmern aus. Trotz auch in Deutschland steigender Infektionszahlen machen sich die Demonstranten für ein Ende aller Auflagen stark.

Nach Polizeiangaben halten sich die wenigsten von ihnen an die Hygienevorgaben wie Abstand und Mund-Nasen-Schutz. Viele der Lockerungs-Befürworter schwenken Deutschland-Fahnen oder die verschiedener Bundesländer.

Es sind aber auch Reichsflaggen zu sehen. Weil es vorab Hinweise darauf gegeben hatte, dass sich Neonazis am Protest beteiligen, haben sich auch mehrere Gegenkundgebungen formiert.

Die Polizei konnte bisher verhindern, dass der Protestzug und die Gegendemonstranten unmittelbar aufeinander trafen.

dpa/mh

5 Kommentare
  1. Marcel Scholzen eimerscheid

    Sowas kann passieren, wenn Politik unglaubwürdig wird. Das öffnet Tür und Tempel für allerlei seltsames Gedankengut. Dagegen hilft nur gute Politik, die überzeugende Resultate liefert. Krisenzeiten waren immer auch Zeiten der Verschwörungstheorien. Und müssen sich Demokratie und Rechtsstaat beweisen.

  2. Alfons van Compernolle

    Es bestehen auch in Deutschland seltsame Trend’s & Verhaltensweisen und „Ja“ Marcel Scholzen Eimerscheid hat recht, Krisenzeiten waren zu allen Zeiten , Zeiten
    von Verschwoerungstheorien & kranke und somit gefaehrlichen Gesinnungen.
    Demokratie und dessen Fortbestand duldet keinen Stillstand , sondern ist eine bestaendige „Baustelle“ zumal sich Gesellschaften zu allen Zeiten im Wandel befanden. Hier das friedfertige demokratische Zusammenleben zu sichern & zu gewaehrleisten und somit den Frieden zu sichern, ist nicht nur Aufgabe der Politik, sondern unser ALLER Aufgabe, denn wir die Waehler / das Volk vergeben die politischen Mandate. Wir alle zusammen sind die „Chef’s“ der politischen Mandatstraeger, DASS SOLLTE UNS ALLEN ZU ALLEN ZEITEN GEGENWAERTIG SEIN , wenn wir zur Wahl gehen !

  3. Thomas Vinnenberg

    Die Neuinfektionen in Deutschland waren im Juli um ca.10000 geringer wie im Juni ,auch wenn die Zahlen zu Ende des Monats Juli sich erhöht haben um ca.300-400 pro Tag ist das doch eher geringfügig und im Promillebereich.Was soll die ganze Panikmache bezwecken?

  4. Peter Schallenberg

    „Reichsflaggen und Neonazis“! Ach ja, die Nazikeule wieder! Unglaubwürdig!
    Veranstalter dieser Demonstration ist offenbar eine Organisation namens „Querdenken-711“ und man überzeuge sich auf deren Internetseite selber von Ambitionen und Ausrichtung.

    Gute Politik und überzeugende Resultate gibt es in Deutschland spätestens seit Merkel nicht mehr- im Gegenteil, die Liste der offenen Baustellen wächst. In Berlin gehen die Leute nicht nur gegen die Koronapolitik auf die Straße, es ist auch die Sorge um Demokratie und Rechtsstaat.

  5. Guido Scholzen

    In einem Kommentar gestern Abend in der ARD wurden die Teilnehmer als „Rechte und Corona-Leugner“ bezeichnet; also diffamiert, denn in Wirklichkeit waren es doch nur einfache Bürger.
    So weit sind wir nun schon, auch im Thema Corona:
    -die Energiewende wird kritisiert , schon ist man ein rechter oder Populist.
    -die Flüchtlingspolitik wird kritisiert , schon ist man ein rechter
    -und nun wird man schon als Kritiker von Corona-Maßnahmen in die rechte Ecke gestellt, zumindest in Deutschland.

    Als man vor Monaten die Corona-Maßnahme namens „Grenzschliessung“ kritisierte, war man da auch ein Rechter oder Populist?
    Die einzige wirkliche funktionierende Kontaktblase ist die der Politiker,Virologen und Medienschaffenden, die sich langsam von der Realität abkapseln.